Acht Tage im Oktober 1976

Der frühere Tegut-Chef Wolfgang Gutberlet über seine Entführung: „Angst hilft, dass man keinen Unfug macht“

Wolfgang Gutberlet ist heute 76 Jahre alt und spricht mit unserer Zeitung über seine Entführung im Oktober 1976. (Archivfoto)
+
Wolfgang Gutberlet ist heute 76 Jahre alt und spricht mit unserer Zeitung über seine Entführung im Oktober 1976. (Archivfoto)

Der frühere Tegut-Chef Wolfgang Gutberlet war 32, als er von drei Männern entführt und für acht Tage festgehalten wurde. 

Fulda/Dipperz - Am 8. Oktober 1976 wird Wolfgang Gutberlet an der Tankstelle Ecke Maberzeller Straße/Haimbacher Straße in Fulda* von drei Männern entführt. Die Entführer fordern von Gutberlets Familie zwei Millionen D-Mark Lösegeld, das acht Tage nach der Entführung, am 16. Oktober 1976, von Gutberlets damaliger Frau Ingeborg am Rasthof Wetterau an der A5 übergeben.

Kurz darauf wird Wolfgang Gutberlet von seinen Entführern in Frankfurt-Nied freigelassen. Im Gespräch mit fuldaerzeitung.de erinnert sich Wolfgang Gutberlet an die Entführung* und was er daraus gelernt hat. Zum Transport in sein Gefängnis wurde Gutberlet von seinen Entführern etwa in eine Holzkiste gesperrt. Von seiner Angst wollte er sich aber nicht leiten lassen: „Die Angst hilft einem, dass man keinen Unfug macht, dass man vorsichtig ist. Sie darf nur nicht zu schlimm werden, dann kann man nicht mehr denken.“ Mit Hilfe von Gebeten habe er die Ruhe bewahrt, so der Tegut-Chef: „Ich habe dann als Mantra etwas genommen, das ich schon hunderte Male gebetet habe: das „Gegrüßet seist du, Maria“. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare