Schon mehr als 100 Zeitungsleser helfen der Gesellschaft für nordhessische Mundarten

Die Telefone stehen nicht still

Freut sich über die riesige Resonanz auf die Leseraktion unserer Zeitung: Roland Siebert, Vorsitzender der Gesellschaft für nordhessische Mundarten.

Kassel. „Bei mir stehen die Telefone nicht mehr still“; sagt Roland Siebert. „Von überall her rufen die Leute an“, erklärt der Vorsitzende der Gesellschaft für nordhessische Mundarten (GNM). Und das hat einen Grund: Seit unsere Zeitung vorige Woche Leserinnen und Leser dazu aufrief, der GNM beim Sammeln von typisch nordhessischen Begriffen und Redewendungen zu berichten, die vom „Aussterben“ bedroht sind, sind es vorwiegend über 60-Jährige, die dem GNM-Chef aus Dorheim im Schwalm-Eder-Kreis für die Initiative danken und helfen wollen.

Die Anrufer erzählen Geschichten aus ihren Dörfern und von teilweise bizarren Rückübersetzungen von der Mundart ins Hochdeutsche, weiß Siebert, dem die Anrufe nicht zu viel werden. „Viele haben selbst Mundartliches geschrieben und gedichtet und wollen wissen, wohin damit, wollen Mitglied im Mundartverein werden und fragen, wie sie das anstellen sollen“, berichtet Roland Siebert. „Da wir die Möglichkeit haben, alles zum Thema in unserem Mundartkurier zu veröffentlichen, können viele Leserreaktionen auf ein fruchtbares Feld geleitet werden“, meint der GNM-Vorsitzende. Er machte auch Mut dazu, lokale Mundartvereine und -stammtische entweder zu gründen oder wieder neu zu beleben. • Wer mitmachen möchte beim Sammeln von nordhessischen Worten für die „Rote Liste“ der GNM, schreibt an: HNA-Hessenredaktion Stichwort „Mundart“ Frankfurter Straße 168 34121 Kassel Fax: 0561 - 203 2334 E-Mail: aktion@hna.de Internet: www.hna.de/hessen

Von Jürgen Umbach

Quelle: HNA

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