A 7-Abschnitt zwischen Hedemünden und Werratalbrücke wird saniert - Limit im Bereich Lutterberg bleibt

Tempo 80 nur noch bis Oktober

Langsam fahren angesagt: In einem fünf Kilometer langen Bereich zwischen Hann. Münden-Lutterberg und Kassel bleibt das Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde. Unser Bild zeigt die Autobahn am Lutterberg. Foto: Ketteritzsch

Hedemünden. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung der Straßenbauverwaltung wird die Fahrbahndecke der Autobahn 7 Hannover-Kassel zwischen der Anschlussstelle Hedemünden und der Werratalbrücke jetzt doch provisorisch saniert. Bautrupps beseitigen derzeit auf einer Länge von drei Kilometern Rillen im Asphalt. Danach seien die Schlaglöcher und andere Unebenheiten an der Reihe, erklärte Udo Othmer, Leiter des Straßenbauamtes Bad Gandersheim, gestern auf HNA-Anfrage.

Nach Auskunft der Behörde werden die Arbeiten bis Ende Oktober dauern. Ziel sei es, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Kilometer pro Stunde aufzuheben. Das Tempolimit in dem dreispurigen Abschnitt hatte für erhebliche Kritik bei Autofahrern gesorgt. Weiterhin bestehen bleibt laut Straßenbauamt die Tempo-80-Regelung zwischen der Anschlussstelle Hann. Münden-Lutterberg und der Landesgrenze zu Hessen. Für eine provisorische Sanierung dieses Abschnitts fehle zurzeit das Geld.

Kaum Verständnis

Das Tempolimit auf der vielbefahrenen Nord-Süd-Verbindung wegen Straßenschäden gilt seit Monaten. In der Tat haben die starke Belastung der Autobahn und der strenge Winter der Straßenoberfläche zugesetzt. An den verschiedensten Stellen haben sich Risse, Längsrillen und Schlaglöcher gebildet. Gleichwohl fragten sich viele Autofahrer, ob die Anordnung von Tempo 80 nicht etwas übertrieben ist - und reagierten auf ihre Weise.

Kaum ein Autofahrer, das haben Stichproben der HNA auf der A 7 ergeben, hielt sich an das strenge Tempolimit. Pkw-Fahrer, die die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhielten, wurden sogar häufig von schweren Lastwagen überholt.

Bei der Landesstraßenbaubehörde räumte man indirekt ein, dass Autos durchaus etwas schneller fahren könnten. Tempo 80 habe man vor allem angeordnet, um die Sicherheit der Motorradfahrer zu gewährleisten, sagte der stellvertretende Leiter Heiko Lange auf Anfrage unserer Zeitung. Wenn sie mit den Reifen in die Längsrillen gerieten, könnten schwere Stürze die Folge sein. Allerdings mache es keinen Sinn, auf einem Streckenabschnitt unterschiedliche Tempolimits für Autos und Motorräder anzuordnen. „Das ist in der Praxis nicht umsetzbar“, so Lange.

Wie berichtet, soll die Südfahrbahn der A 7 im kommenden Jahr vollständig erneuert werden. Die Erneuerung der Nordfahrbahn im vergangenen Jahr hatte rund elf Millionen Euro gekostet. Hier war in drei Bauabschnitten zwischen der hessischen Landesgrenze und dem Dreieck Drammetal gearbeitet worden.

Von Peter Ketteritzsch

Quelle: HNA

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