Tödliche Schüsse bei Autokauf: Ermittler rätseln noch

Fulda. Drei Tage nach den tödlichen Schüssen auf einen 17-Jährigen beim Autokauf in Fulda ist der Täter weiter auf der Flucht. Die Sonderkommission gehe davon aus, dass der etwa 40 Jahre alte Täter den Kaufinteressenten aus München und dessen Freund (19) bei dem Autogeschäft ausrauben wollte.

Es gebe keine Hinweise darauf, dass sich Täter und Opfer vor der Tat am Freitagabend kannten. Die Ermittler prüften derzeit zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung. Die beiden jungen Männer aus München hatten sich im Internet mit dem Deutschen zum Autokauf verabredet und waren mit dem Zug nach Fulda gefahren.

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Sie stammen aus einer rumänischen Familie und hatten im Auftrag eines verwandten Autohändlers einen VW-Bus zu einem Schnäppchenpreis kaufen wollen, wie der Polizeisprecher sagte. „Es sieht nach einem normalen Internet-Verkaufsgeschäft für Autos aus.“ Treffpunkt war ein Schnellrestaurant am ICE-Bahnhof in Fulda.

aktualisiert um 13.15 Uhr

Der Täter hatte die beiden jungen Münchner von dort auf einen Parkplatz an der Fuldaer Kinderakademie gelockt, wo das Auto zu sehen sein sollte. Nachdem sie dort etwa eine dreiviertel Stunde auf den angeblichen Verkäufer gewartet hatten, zog der Mann gegen 19.40 Uhr plötzlich unvermittelt eine Pistole und schoss mehrfach auf den 17-Jährigen, wie dessen Begleiter sagte.

Der Jugendliche brach schwer verletzt zusammen und starb trotz der Hilfe eines Notarztes etwa zwei Stunden später in einem Krankenhaus. Er war von mehreren Schüssen getroffen worden. Eine Kugel blieb in einem Wagen der Kinderakademie stecken. Der 19-Jährige, der mehrere Tausend Euro für das Auto bei sich trug, konnte flüchten und die Polizei alarmieren. Der Täter entkam mit einem 5er-BMW mit Konstanzer Kennzeichen (KN). Der Kombi soll schwarz-metallic sein. Der Unbekannte ist etwa 1,86 Meter groß, schlank und hatte kurze blonde Haare. (lhe)

Quelle: HNA

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