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Verdacht auf Fäkalbakterien im Kreis Bergstraße: Wasser muss weiter abgekocht werden

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Trinkwasser
Eine Hand hält ein Wasserglas unter einen Wasserhahn. © Bernd Weißbrod/dpa/Illustration

Im Kreis Bergstraße steht das Trinkwasser derzeit unter Generalverdacht. Der Grund: Fäkalbakterien. Nun muss das Wasser auf unbestimmte Zeit abgekocht werden.

Heppenheim – Wegen einer möglichen Verunreinigung mit Fäkalbakterien muss in Teilen des südhessischen Landkreises Bergstraße das Trinkwasser weiterhin abgekocht werden. Betroffen sind nach Angaben des Energieversorgers Energieried vom Donnerstag (1. Dezember) die Orte Lampertheim, Neuschloß und Hüttenfeld. Wie lange das Abkochgebot noch besteht, ist nach Darstellung des Kreises unklar.

„Es wurden bereits umfangreiche Wasserproben an verschiedenen Punkten des Versorgungsnetzes in Lampertheim und Bürstadt entnommen und schon einer entsprechenden Analytik zugeführt“, teilte eine Kreis-Sprecherin in Heppenheim auf Anfrage mit. Demnach ist auch die Ursache für die mögliche Belastung mit E-Coli-Bakterien noch ungeklärt.

Kreis Bergstraße: Betroffene sollen Leitungswasser mindestens zehn Minuten abkochen

Das Versorgungsunternehmen hatte am Dienstag Verbrauchern der betroffenen Orte geraten, ihr Leitungswasser mindestens zehn Minuten vorsorglich abzukochen, falls es zum Trinken oder zu Zubereitung von Speisen verwendet wird. Zur Körperpflege und für die Toilettenspülung kann es demnach wie gewohnt verwendet werden. (dpa)

Vor rund zwei Jahren kam es im Main-Kinzig-Kreis zu einem ähnlichen Fall, als Bewohnerinnen und Bewohner ihr Trinkwasser tagelang abkochen mussten. Ursache war damals „der Eintritt von Oberflächenwasser in einen Brunnen“.

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