Tierschützer: Gefahr von Unfällen sehr hoch

Verbot von Kutschen gefordert

Eichenzell. Nach einem Unfall mit einer Pferdekutsche bei Eichenzell (Kreis Fulda), bei dem am Sonntag zwei Menschen schwer verletzt wurden, haben Tierschützer ein Kutschenverbot gefordert.

Das sei eine gefährliche und tierquälerische Tradition, erklärte die Organisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals - Menschen für die ethische Behandlung von Tieren). Kutschpferde würden durch das hohe Gewicht der Wagen stark belastet und seien einer permanenten Unfallgefahr ausgesetzt, meinen die Tierschützer. Pferde reagierten extrem empfindlich auf laute Geräusche und unerwartete Laute, beides gebe es auf befahrenen Straßen.

Der hessische Pferdesportverband hielt die Forderung hingegen für überzogen. Nach Angaben des Pferdesportverbands mit Sitz in Dillenburg sei die Zahl der Kutschenunfälle „relativ gering“. Gespannfahrten seien auch keine Tierquälerei, wenn sie sachgemäß erfolgten. Deshalb gebe es entsprechende Lehrgänge und Abzeichen für die Fahrer.

Bei dem Unglück am Sonntag hatten zwei Pferde gescheut und waren durchgegangen. Dabei hatten sie die Kutsche über einen Baumstamm gerissen, wodurch mehrere Passagiere zu Boden gestürzt waren. (lhe/kle)

Quelle: HNA

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