Ehemaliger Ministerpräsident Hessens

Ex-Ministerpräsident Walter Wallmann ist tot

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Der ehemalige hessische Ministerpräsident Walter Wallmann, aufgenommen am 24.09.1997 anläßlich seines 65. Geburtstags.

Kassel. Der ehemalige Ministerpräsident des Landes Hessen, Walter Wallmann, ist tot. Er starb kurz vor seinem 81. Geburtstag am 24. September, wie seine Familie der Nachrichtenagentur dpa heute bestätigte. Der CDU-Politiker leitete von 1987 bis 1991 die Geschicke des Landes.

Wallmann war zuletzt schwer krank und hatte sich schon seit längerem aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Der frühere Frankfurter Oberbürgermeister Walter Wallmann war – nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – kaum erster Bundesumweltminister, als CDU und FDP im April 1987 mit knappem Vorsprung die Landtagswahl gewannen und den stets distinguiert auftretenden Wallmann zum Ministerpräsidenten wählten.

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Artikel zu Walter Wallmann

Es war vor 25 Jahren eine politische Sensation: Nach jahrzehntelanger SPD-Vorherrschaft gelangte erstmals ein CDU-Politiker an die Macht. Walter Wallmann erhielt am 23.04.1987 im Wiesbadener Landtag sogar eine Stimme mehr, als seine Regierungskoalition aus CDU und FDP Mandate zählte.

Frankfurt trauert um Wallmann - „ein bedeutender OB“

Die Stadt Frankfurt trauert um Walter Wallmann. „Er gehört zu den bedeutenden Frankfurter Oberbürgermeistern, der in einer Tradition steht mit seinen großen Vorgängern wie Franz Adickes und Walter Kolb“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Sonntag. Der CDU-Politiker war kurz vor seinem 81. Geburtstag gestorben. „Die Stadt Frankfurt trauert um ihren ehemaligen Oberbürgermeister“, sagte Feldmann.

Als OB (1977 bis 1986) habe Wallmann die Hessen-Metropole sehr stark geprägt. Zusammen mit Kulturdezernent Hilmar Hoffmann (SPD) habe er den Grundstein für das Museumsufer und eine Reihe repräsentativer Bauten gelegt, sagte Feldmann weiter. Er engagierte sich für die deutsch-israelischen Beziehungen und schloss einen Freundschaftsvertrag zwischen Frankfurt und Tel Aviv ab. (dpa)

Quelle: HNA

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