Wenig Impulse auf hessischem Arbeitsmarkt erwartet

Frankfurt. Der hessische Arbeitsmarkt stagniert. Vor der für den heutigen Donnerstag geplanten Bekanntgabe der Juni-Arbeitslosenzahlen hat die Arbeitsagentur von einer unverändert schwachen Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften berichtet.

Zum dritten Mal in Folge habe sich der Stellenindex BA-X im Juni nicht verändert, teilte die Regionaldirektion Hessen in Frankfurt mit. Mit 142 Punkten lag der Index zudem deutlich unter den Werten aus den drei Vorjahren. Nur im Krisenjahr 2009 war mit 114 Punkten eine noch niedrigere Nachfrage nach Arbeitskräften registriert worden.

Auf dem bundesweiten Arbeitsmarkt sehen Fachleute keine Anzeichen für einen baldigen Jobaufschwung. Bereinigt um saisonale Sonderfaktoren sei in den kommenden Monaten sogar mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu rechnen, sagten Volkswirte deutscher Großbanken und Konjunkturforscher am Mittwoch in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Erst gegen Jahresende könne bei der von einigen Experten erwarteten leichten Konjunkturbelebung wieder mit leicht sinkenden Arbeitslosenzahlen gerechnet werden.

Im Mai waren in Hessen 186.448 Männer und Frauen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,8 Prozent. (dpa)

Die Arbeitsmarktzahlen im Einzelnen

- Kassel: Nur leichte Belebung am Arbeitsmarkt

- Kreis Waldeck-Frankenberg: Weniger offene Stellen

- Schwalm-Eder-Kreis: Arbeitsmarkt bewegte sich kaum: Stabil, aber ohne jede Dynamik

- Wolfhagen: Zahl der Arbeitslosen bleibt konstant

- Rotenburg: Weniger Menschen ohne Arbeit

- Witzenhausen: Arbeitslose: Vergleichsweise günstige Entwicklung

- Waldeck-Frankenberg: Arbeitsmarkt: 9239 Menschen sind ohne Job

- Altkreis Hofgeismar: Wenig Bewegung auf Arbeitsmarkt

- Schwalm-Eder-Kreis: Arbeitsmarkt: Im Juni 2012 sah es viel beser aus

Quelle: HNA

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