Umweltministerin Lautenschläger verwundert über K+S-Äußerung

Werraversalzung: Laugenrohr „noch nicht vom Tisch“

Kassel. Kurz vor der vermutlich abschließenden Sitzung des runden Tisches zur Werraversalzung am 9. Februar verhärten sich die Fronten.

Der Kasseler Düngerkonzern K+S sieht die Chancen für eine Kalilaugen-Leitung zur Nordsee, wie der runde Tisch sie zur Abwasserentsorgung mehrheitlich anstrebt, nach dem Veto des Niedersächsischen Landtags schwinden. Eine politische Einigung auf das Projekt sei für K+S eine entscheidende Voraussetzung gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag: „Den Konsens sehen wir nicht.“

Hessens CDU-Umweltministerin Silke Lautenschläger äußerte sich eine Stunde später postwendend „verwundert“. In Sachen Pipeline sei "ungeachtet der derzeit skeptischen Haltung Niedersachsens das letzte Wort definitiv noch nicht gesprochen“. Die Politik sei nicht allein verantwortlich, warnte die Ministerin. K+S habe es selbst in der Hand, eine tragfähige Lösung für die Region, für Gewässer- und Grundwasserschutz und den Erhalt der Arbeitsplätze zu finden.

Die Laugenleitung sei „zweifelsfrei wirkungsvoll“. Alle Konzepte müssten „strenger fachlicher Prüfung“ standhalten, so Lautenschläger weiter. Das zielt offensichtlich auf die von K+S angestrebte weitere Laugeneinleitung in die Werra und eine Fortsetzung der Abwasserversenkung im Untergrund. (wrk)

Quelle: HNA

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