Wirtschaftsminister Rentsch dringt auf Fusionen von Landesbanken

Wiesbaden. Der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) fordert weitere Fusionen unter den Landesbanken. „Das Ziel muss am Ende sein: Zwei Landesbanken bleiben übrig, und eine davon sollte die Helaba in Frankfurt sein“, sagte der Politiker dem „Handelsblatt“ (Freitag).

Bis 2020 sollten die Fusionen abgeschlossen sein. Rentsch sieht gute Chancen, nach der Bundestagswahl Gespräche über die Konsoliderung vorantreiben zu können.

Derzeit gibt es sechs Landesbanken, die jeweils Zentralbank für die regionalen Sparkassen sind. Das sind neben der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart, die BayernLB in München, die SaarLB in Saarbrücken, die NordLB in Hannover und die HSH Nordbank in Hamburg. Notgedrungen war auch als Folge der Finanzkrise in den vergangenen Jahren schon etwas Bewegung in den zersplitterten Sektor gekommen. So wurde die SachsenLB von der LBBW übernommen, große Teile der zerschlagenen WestLB gingen an die Helaba und die Landesbank Berlin wird zu einer Hauptstadt-Sparkasse geschrumpft.

Bei der von Rentsch angestrebten weiteren Konsolidierung gibt es aber Widerstand in anderen Bundesländern. „Das Thema Fusion von Landesbanken gibt es bei uns nicht“, zitierte die Zeitung Baden-Württembergs Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid (SPD). Auch in Niedersachsen hält die Regierung wenig von weiteren Zusammenschlüssen. „Für solche Überlegungen besteht kein Bedarf“, sagte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) dem Blatt. Die NordLB sei mit ihrem Geschäftsmodell für die Zukunft gut aufgestellt. (dpa)

Quelle: HNA

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