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Wohnungsgenossen im Streit erstochen: Lange Haft gefordert

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Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Im Prozess um einen blutigen Streit zwischen Wohnungsgenossen mit tödlichem Ausgang hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Frankfurt neuneinhalb Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Während die Anklagevertreterin von Totschlag und gefährlicher Körperverletzung ausging, bestanden die Verteidiger am Donnerstag vor der Schwurgerichtskammer auf einer Notwehrsituation, in die ihr Mandant - ein 34 Jahre alter Moldawier - während der Auseinandersetzung geraten sei.

Frankfurt/Main - Er müsse deshalb freigesprochen werden. Das Gericht will bereits an diesem Freitag (14.00 Uhr) das Urteil verkünden.

Zwischen dem Angeklagten und dem fünf Jahre älteren Landsmann und Mitbewohner war es im April vergangenen Jahres in der gemeinsam bewohnten Wohnung in Frankfurt-Niederrad wegen diverser Annäherungsversuche zum Streit gekommen. Die Staatsanwaltschaft ging dabei von einer vorsätzlichen Messerattacke in den Hals des Opfers aus, die Verteidigung von einem vorausgegangenen Messereinsatz des später Getöteten und dadurch bedingter Notwehr. Der Angeklagte hatte in dem seit Anfang Februar laufenden Prozess geschwiegen. Bei dem Vorfall waren beide Beteiligte erheblich alkoholisiert. dpa

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