Zensus 2011 in Hessen beginnt: Jeder Achte wird gefragt

Wiesbaden. Erstmals seit fast einem Vierteljahrhundert gibt es in diesem Jahr in Deutschland wieder eine Volkszählung. Diese läuft unter dem Namen Zensus 2011.

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Zugleich ist es eine EU-weite Zählung. Befragt werden nicht alle Haushalte. In Hessen werden nach Angaben des Statischen Landesamtes etwa zwölf Prozent der Bevölkerung zufällig ausgewählt. Seit Montag wird so etwa jeder achte Hesse um Auskunft gebeten. Dazu sind rund 7500 Interviewer unterwegs, die bei etwa 700 000 Menschen in Hessen klingeln werden und den Fragebogen präsentieren. Auch die Eigentümer und Verwalter der etwa 1,8 Millionen Wohngebäude und Eigentumswohnungen werden befragt. Dies geschieht flächendeckend. Das gleiche gilt für Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften, seien es Studentenheime, Gefängnisse oder Altenheime.

Zusätzlich werden die Daten von Registern herangezogen - wie den Melderegistern der Kommunen und den Daten, die bei der Bundesagentur für Arbeit vorliegen. Ziel des Zensus 2011 ist es vor allem, eine genauere amtliche Einwohnerzahl zu ermitteln. Dies hat Auswirkungen auf den Länderfinanzausgleich und Zahlungen an die Kommunen. Zusätzlich wird dadurch der Zuschnitt der Wahlkreise beeinflusst. Die Daten sind auch Grundlagen für Entscheidungen über die kommunale Infrastruktur.

Zuletzt hatte es 1987 eine - heftig umstrittene - Volkszählung in Deutschland gegeben. In den neuen Bundesländern hatte es 1981 eine Erhebung gegeben.

Quelle: HNA

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