Ziel: Mehr Schutz für den gejagten Jäger

Der Naturschutzbund Hessen (Nabu) will, dass die Zuständigkeit für die Abschussgenehmigungen von Kormoranen von der Fischereibehörde wieder auf die Naturschutzbehörde übertragen wird. Grund:

Die Abschusszahlen haben sich in den letzten sechs Jahren mehr als vervierfacht. Nabu-Landeschef Gerhard Eppler sagte, die Zahlen zeigten, dass die Fischereibehörden die Ausnahme zur Regel gemacht hätten. Der hessische Kormoran-Erlass sieht vor, dass die Behörden Genehmigungen zum Töten von Kormoranen erteilen können, um erhebliche Schäden an Fischereigebieten und Gewässern abzuwenden. Die Zunahme der Abschusszahlen von 189 Kormoranen 2003 auf 812 Tiere im Jahr 2009 wertet der Nabu als Indiz dafür, dass der Meistertaucher immer öfter ohne fachliche Grundlage zum Abschuss freigegeben wird. Brüteten im Jahr 2004 noch 569 Kormoranpärchen in Hessen, so waren es laut Nabu 2009 nur noch 300. (jum) Foto: Schreier

Quelle: HNA

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