Rhein nach Urteil: Schnelle Entscheidung

Zukunft der LKA-Chefin bald geklärt

Sabine Thurau

Wiesbaden. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) will angesichts des Urteils im Mobbing-Prozess vom Montag möglichst schnell über die berufliche Zukunft der früheren LKA-Präsidentin Sabine Thurau entscheiden.

Die Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt hatte dem Polizisten Jochen Z. 8000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Der Grund: Thurau hatte 2006 die Suspendierung des Beamten verfügt und dabei seine Persönlichkeitsrechte schwer verletzt, so der Richter. Sie habe den Beamten gegenüber Kollegen vorverurteilt. Sowohl die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen als auch das Disziplinarverfahren gegen Z. waren nach mehreren Jahren eingestellt worden.

Thurau ist wegen eines anderen Falles im November vom LKA-Chefsessel ins Innenministerium versetzt worden. Rhein sagte, möglicherweise werde er die Ermittlungen nicht abwarten, wenn er die ausführliche Begründung des Zivilgerichtes bewertet habe.

Er werde auch so schnell wie möglich mit Z. reden, sobald das Urteil rechtskräftig sei. Z. soll eine seiner früheren Funktion als Fahndungsleiter gleichwertige Aufgabe zugeteilt werden. Sollte Z. eine Rückkehr in seine alte Funktion wünschen, werde er das ermöglichen. Mit Thurau habe er noch nicht gesprochen. (wet)

Quelle: HNA

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