Horst Schlämmer - der Kanzler der Herzen

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In dem Film “kandidiert“ Kerkeling in seiner Rolle als Kunstfigur und Reporter Horst Schlämmer für den Bundestag - und will Kanzler werden.

Berlin - Roter Teppich und Blitzlichtgewitter für den „Kanzler der Herzen“: Hape Kerkerling in seiner Rolle als Horst Schlämmer lud zur Filmpremiere seines Films „Isch kandidiere“.

Einen großen Besucherandrang mit viel Prominenz gab es am Montagabend in Berlin bei der Premiere des neuen Films mit Hape Kerkeling “Horst Schlämmer - Isch kandidiere“.

Zu den Ehrengästen im Sony Center gehörten unter anderem die Grünen- Politiker Claudia Roth und Cem Özdemir sowie der Rapper Bushido, die auch als “Gäste“ im Film mitwirken. Außerdem erschienen zur Gala unter anderem der Linken-Politiker Gregor Gysi, die Vorsitzende der Freien Union und frühere CSU -Rebellin Gabriele Pauli, der Sänger Gunter Gabriel und der Modemacher Michael Michalsky. Kerkeling selbst gab als Horst Schlämmer TV-Interviews am Roten Teppich.

Bilder vom roten Teppich

Horst Schlämmer - der Kanzler der Herzen

In dem Film, den die Presse vorher nicht sehen konnte, “kandidiert“ Kerkeling in seiner Rolle als Kunstfigur und Reporter Horst Schlämmer für den Bundestag, um an der Spitze seiner HSP (Horst-Schlämmer-Partei) auch Bundeskanzler zu werden.

Der Film mit Alexandra Kamp und Maren Kroymann wurde von Kerkelings Lebensgefährten Angelo Colagrossi inszeniert und produziert und kommt am Donnerstag (20. August) bundesweit in die Kinos. Als “Gäste“ wirken darin auch Rennfahrer Michael Schumacher, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ( CDU ) und der Schauspieler Michael Bully Herbig mit.

Kerkeling selbst übernimmt in dem Film unter anderem auch die Rolle von Angela Merkel. Spektakulär war in den 90er Jahren sein “Double“ als Königin Beatrix bei der “realen“ Vorfahrt am Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin , dem Schloss Bellevue.

Das “Wahlprogramm“ hatte der Bestsellerautor Kerkeling (“Ich bin dann mal weg“) bereits am 4. August auf einer fiktiven “Bundespressekonferenz“ in einem Hotel am Potsdamer Platz vorgestellt. Es ist nach seinen Worten “konservativ, liberal, links - da is für jeden wat dabei“. Darin tritt er unter anderem dafür ein, die Verkehrssünderkartei in Flensburg abzuschaffen, Schönheitsoperationen “für alle“ von den Krankenkassen bezahlen zu lassen oder einen “Grundlohn“ von 2500 Euro in Deutschland einzuführen.

Politikberater hatten im Vorfeld der Kinopremiere die Auffassung vertreten, Kerkeling halte als “Hofnarr der Herrschenden“ den Parteien den Spiegel vor und entlarve manche Versprechen im Wahlkampf als nicht seriös oder kaum haltbar (“Wat die nich können, dat kann ich auch!“). Kritiker wiederum sprachen von einer “riesigen PR-Film- Kampagne mit Hilfe der Medien“. Gedreht wurde unter anderem im Berliner Parlaments- und Regierungsviertel und in Grevenbroich am Niederrhein , der “Heimat“ des “Reporters Schlämmer“. Das Drehbuch schrieben Kerkeling und Colagrossi gemeinsam.

dpa

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