Ikone der Fernsehunterhaltung

Das "Loriot-Sofa" ist jetzt offiziell Geschichte

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Loriots Sofa ist jetzt ebenso Kult wie er selbst,

Stuttgart - Eine Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung ist reif fürs Museum: Das rote Sofa, auf dem Vicco von Bülow alias Loriot den TV-Humor revolutionierte, steht jetzt als Dauerleihgabe im Haus der Geschichte.

Vom Sofa aus moderierte Vicco von Bülow alias Loriot mit feinster Ironie in den 60er und 70er Jahren die Sendungen „Cartoon“ und „Loriots Telecabinet“. Bei späteren Sendungen für Radio Bremen verwendete Loriot (1923-2011) dann ein grünes Sofa, auf dem auch seine TV-Partnerin Evelyn Hamann (1942-2007) Platz nahm. „Doch“, betonte Ausstellungsleiterin Paula Lutum-Lenger, „das rote Sofa ist das Original.“

Bis zum 13. September ist das rote Sofa in Stuttgart ausgestellt - allerdings darf sich niemand draufsetzen. Bequem sei es nicht, erzählte Loriots einstiger Redakteur Timothy Moores am Montag. Bieder, steif und gutbürgerlich sollte es wirken. Wo das Sofa herkam, konnte er nicht sagen. „Es war von Anfang an da - und stand auch nie zur Diskussion“, sagte Moores. Laut Museum stammt es aus dem Fundus des SDR und „zierte vermutlich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg die gute Stube irgendeiner Stuttgarter Wohnung“.

Vicco von Bülow wurde 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. In Stuttgart ging er zur Schule und war als Komparse am Theater aktiv. An seine Stuttgarter Zeit erinnert seit 2013 ein Säulendenkmal, auf dem enttäuschte Bürger nachträglich einen Bronze-Mops befestigen ließen, weil sie eine humorlose Säule für nicht angemessen hielten. Am früheren Wohnhaus der von Bülows hängt zudem eine Bronzetafel.

dpa

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