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Netflix greift durch: Streamingdienst geht mit Sperrungen gegen Account-Sharing vor

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Von: Sophia Adams

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Das Netflix-Logo auf einem TV- und Smartphone-Bildschirm.
Netflix geht jetzt aktiv gegen Account-Sharing vor. © Andre M. Chang/imago-images

Das wird vielen Nutzern ganz und gar nicht gefallen: Netflix hat Account-Sharing satt und startete deshalb einen Test, um illegale Machenschaften zu stoppen.

Sie teilen sich den Netflix-Account mit einer Person, die nicht im gleichen Haushalt lebt? Dann verstoßen Sie gegen die Richtlinien des Streamingdiensts*. Was viele nicht wissen: Trotz der Möglichkeit, mehrere Accounts innerhalb eines Kontos anzulegen, dürfen sich nur zusammenlebende Personen ein Abo teilen.

Viele halten sich nicht daran – meist deshalb, weil sie sich über die Richtlinien nicht bewusst sind. Ein Großteil der Nutzer musste bisher aber keine Konsequenzen wegen illegalem Account-Sharing befürchten. Um diese Praxis ab sofort zu unterbinden, testet der Streamingdienst derzeit einen Sperrmechanismus. Dadurch sollen mehr Menschen dazu gezwungen werden, einen eigenen Account anzulegen.

Netflix geht jetzt gegen Account-Sharing vor

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Netflix sich diesem Problem annimmt. Sofern der Streamingdienst einen Weg findet, das illegale Teilen von Passwörtern zu unterbinden, hat das schließlich einen Vorteil: Die Zahl der Nutzer steigt, da mehr Menschen neue Abos abschließen müssen.

Wie das Portal The Streamable bemerkte, soll derzeit tatsächlich ein Test im Gange sein, um Account-Sharing zu stoppen. Mehrere Nutzer wurden bereits gesperrt. Auf ihrem Bildschirm erschien folgende Nachricht: „Wenn du nicht im gleichen Haus wie der Inhaber dieses Accounts lebst, brauchst du dein eigenes Konto, um weiterschauen zu können.“ Betroffene Nutzer haben anschließend die Möglichkeit, sich einen Code per SMS oder E-Mail senden zu lassen. Wenn sie diesen bei Netflix eingeben, können sie den ursprünglichen Account weiterhin nutzen.

Welche Kriterien entscheidend für eine Blockierung sind, sei laut The Streamable noch unklar. Der Streamingdienst könnte einen Blick auf die IP-Adressen werfen. Sollten sich zwei Nutzer mit unterschiedlichen Adressen im gleichen Konto einloggen, leben sie möglicherweise nicht zusammen. Dieses Kriterium ist aber nicht sehr eindeutig: Ist beispielsweise ein Familienmitglied für mehrere Wochen verreist, gehört es nach wie vor zum gleichen Haushalt wie der Account-Inhaber, trotz unterschiedlicher IP-Adresse.

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Video: Netflix machte sich schon 2019 über Account-Sharing Gedanken

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Netflix: Welche Nutzer sind von den Sperrungen betroffen?

Derzeit scheint es sich bei dem Vorgehen noch um einen Test zu handeln. Entsprechend sind nicht alle Nutzer aus allen Ländern betroffen. The Streamable soll von einem Netflix-Sprecher erfahren haben, dass die Nachricht der Sperrung außerdem nur auftaucht, wenn Abonnenten über einen Fernseher streamen. Sollte der Test erfolgreich laufen, ist aber davon auszugehen, dass bald schon alle Nutzer weltweit und unabhängig vom Gerät in den Genuss der Verwarnung kommen. (soa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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