Panne bei Markus Lanz kein Einzelfall

Proteste und Störungen in Live-Shows

+
Markus Lanz reagierte souverän auf die entblößten Demonstrantinnen. Nicht immer gehen Störungen von Live-Shows so glimpflich aus.

Berlin - Am Mittwochabend stürmten die nackten Protestierenden die Show von Markus Lanz, um zum Boykott der WM in Katar aufzurufen. Mit diesem Zwischenfall ist er allerdings nicht alleine.

Gezielte Störungen bei Live-Sendungen sind relativ selten. Nicht immer haben die Aktionen - wie jetzt bei „Markus Lanz“ - einen politischen Hintergrund. Hier sind einige Beispiele:

Mai 2013:

Femen Aktivistinnen beim Finale von GNTM.

Feministinnen der Gruppe „Femen“ stören das Finale der ProSieben-Show „Germany's next Topmodel“. Zwei barbusige Frauen stürmen auf die Bühne, um - mit dem Slogan „Heidi Horror Picture Show“ - gegen die „Kommerzialisierung des weiblichen Körpers“ in der von Heidi Klum moderierten Show zu protestieren. Ordner tragen sie von der Bühne, nur Sekunden der Aktion sind im TV zu sehen.

Mai 2012:

Souverän reagiert Günter Jauch auf einen Zwischenrufer in seiner Talkshow. Sicherheitsleute bringen den Mann aus dem Studio, doch auf Geheiß des Moderators kann er zurückkommen und sein Anliegen erläutern. „Hier wird keiner einfach aus der Sendung wie in der Ukraine rausgehauen“, sagt Jauch. Es ging um den Neubau der renommierten Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin.

Mai 2010:

Vor mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauern springt ein Spanier auf die Bühne des 55. Eurovision Song Contests in Oslo und tanzt beim Auftritt seines Landsmanns Daniel Diges kurz mit. Sicherheitskräfte drängen ihn zurück in den Zuschauerraum. Der Spanier, bekannt als „Jimmy Jump“, hatte zuvor schon bei mehreren Sportereignissen in ähnlicher Weise von sich Reden gemacht.

Mai 2007:

Der als "Kirchenstörer" bekannte Andreas Roy sorgte bei "Wettern, dass..?" für Ärger.

Wegen Störung der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ wird ein Mann aus Berlin zu einer Geldstrafe verurteilt. Er habe Moderator Thomas Gottschalk aufrufen wollen, aus der katholischen Kirche auszutreten, da sie Irrlehren verbreite, erklärt der als „Kirchenstörer“ bekannte Mann die Aktion von Oktober 2004 vor Gericht.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare