Ratort statt Tatort: Zuschauer legen Server lahm

Stuttgart - Der Ludwigshafener “Tatort“ ist vorbei - doch die Suche nach dem Mörder geht im Internet weiter: 20.000 Fans sind im Anschluss an die Sendung im Onlinespiel auf Spurensuche gegangen. Doch das lief nicht ganz glatt.

Beim "Tatort" am Sonntag blieb die wichtigste Frage offen: Wer ist der Mörder? Stattdessen wurden die Zuschauer dazu aufgefordert, selbst im Internet auf Spurensuche zu gehen.

Das Interesse an der ersten Online-Ermittlung sei so groß gewesen, dass kurzzeitig sogar der Server zusammenbrach, teilte der zuständige Südwestrundfunk (SWR) am Montag mit. Das Spiel läuft noch bis zum 20. Mai.

Tatort: Die 18 Ermittler-Teams

Die Ermittler-Teams beim Tatort

Ob einige Zuschauer ungehalten reagiert hätten, weil die Mördersuche im Fernsehen nicht abgeschlossen wurde, steht noch nicht fest, weil noch nicht alle schriftlichen Reaktionen ausgewertet worden seien. Im Fernsehen hatten 8,37 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 24,6 Prozent) die Geschichte “Der Wald steht schwarz und schweiget“ mit den Ermittlern Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) verfolgt.

Die Aktion “Tatort+“ ist eine Erweiterung des SWR-“Tatorts“. Interessierte können unter anderem über das soziale Netzwerk Facebook die Rolle der Fahnder übernehmen. Sie sollen Indizien, Aussagen und Laborereignisse finden und interpretieren, damit der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben werden kann.

dpa

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