Top-Quote: ARD verbucht ESC als großen Erfolg

Düsseldorf - 13,83 Millionen Zuschauer haben am Samstagabend im Schnitt den Eurovision Song Contest aus Düsseldorf gesehen. Für die ARD also ein voller Erfolg. ARD und ProSieben schließen eine weitere Zusammenarbeit nicht aus.

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Top-Quote für die ARD: 13,83 Millionen Zuschauer haben am Samstagabend im Schnitt den Eurovision Song Contest aus Düsseldorf gesehen. Das war fast jeder zweite Fernsehzuschauer (49,3 Prozent) in Deutschland. Damit reichte die Zuschauerzahl nahezu an den Wert des vergangenen Jahres heran, als die Lena-Manie der ARD 14,69 Millionen Zuschauer beschert hatte. Beim Marktanteil lag die Show zwischen 21 Uhr und 0.30 Uhr nach Senderangaben 2011 sogar zwei Prozentpunkte höher als 2010. Kein anderer Sender konnte am Samstagabend auch nur annähernd mithalten.

Bilder vom Eurovision Song Contest

Bilder vom Eurovision Song Contest

Der Spitzenwert wurde während der Punktevergabe erreicht: Um 23.52 Uhr hatte das Erste 16,09 Millionen Zuschauer, wie der federführende NDR am Sonntag mitteilte.

Bemerkenswert war die Quote bei den Jüngeren: 59,1 Prozent der 14 bis 49 Jahre alten Fernsehzuschauer schalteten die ARD ein (7,34 Millionen Menschen), die sonst in der jüngeren Zielgruppe eher schwach ist. Bei den 14- bis 29-Jährigen betrug der Marktanteil sogar 59,8 Prozent (2,07 Millionen Zuschauer). Damit war der erste Grand Prix in Deutschland nach 28 Jahren auch einer der meistgesehenen: Nur in den Jahren 1980 (17,35 Millionen), 1984 (14,23 Millionen) und letztes Jahr beim Lena-Sieg gab es mehr Zuschauer als diesesmal.

Ganz Europa “gerockt“

Die ARD verbucht den Eurovision Song Contest somit als vollen Erfolg. “Sie sehen einen glücklichen Intendanten“, sagte der Chef des Norddeutschen Rundfunks, Lutz Marmor, am Sonntag in Düsseldorf. Der NDR ist innerhalb der ARD verantwortlich für den Grand Prix.

Es habe sich gezeigt, dass “die ARD die Jugend dann doch erreichen kann“, sagte Marmor mit Blick auf die Quote bei den Jüngeren. 59,1 Prozent der 14- bis 49-jährigen Fernsehzuschauer hatten am Samstagabend das Erste eingeschaltet.

ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber sagte, das Modertorentrio habe sich voll bewährt - obwohl die Entscheidung für Stefan Raab, Anke Engelke und Judith Rakers auch auf Kritik gestoßen sei. Stefan Raab habe mit seiner Interpretation von “Satellite“ ganz Europa “gerockt“. Schreiber bezeichnete Lena als “großes Talent“. Ihr Auftritt sei angesichts ihres Alters von 19 Jahren bemerkenswert.

ARD und ProSieben wollen weiter zusammenarbeiten

Beim Eurovision Song Contest könnte es im nächsten Jahr eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von ARD und ProSieben geben. Sicher ist es aber noch nicht. Der Produzent Jörg Grabosch, der als geschäftsführender Gesellschafter der Firma Brainpool Shows wie “TV Total“ verantwortet, sagte, es liege auf der Hand, das diesjährige Modell beizubehalten. ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber wollte sich am Sonntag in Düsseldorf noch nicht festlegen. Man habe schon einige Ideen im Kopf, aber erst einmal müssten sich die Grand-Prix-Verantwortlichen austauschen. Die ARD arbeitet beim Eurovision Song Contest seit zwei Jahren mit ProSieben zusammen.

dpa

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