Pfarrer Eberhard Laukner unterstützt ein Kinder- und Waisenhaus in Mauretanien

Mit dem Auto nach Afrika

Frankershausens Pfarrer Eberhard Laukner verlässt für rund drei Wochen sein Pfarramt: Das robuste Auto wurde extra angeschafft und „wüstenfit“ gemacht. Damit fährt er 7500 Kilometer, ehe es im nordwestlichen Afrika für einen guten Zweck versteigert wird. Foto:  Beck

Frankershausen. In acht Wochen beginnt für Eberhard Laukner aus Frankershausen die schönste Zeit des Jahres. Nicht nur, weil die Weihnachtstage für den Pfarrer sowieso immer ganz Besonders sind, sondern weil der 63-jährige die größte Reise seines Lebens unternimmt. Mit dem Auto fährt er nach Afrika, um Gutes zu tun.

„Wir unterstützen ein afrikanisches Kinder- und Waisenhaus in Mauretanien – dem ärmsten Entwicklungsland der Welt“, sagt er. Mit wir meint er seinen Sohn Bernhard (32) und knapp 50 weitere Personen, die an der Rallye „dust and diesel“ teilnehmen.

7500 Kilometer wird er planmäßig mit dem Auto zurücklegen. Von Frankershausen geht es über Frankreich und Spanien nach Marokko. „Dort treffen sich dann alle Teilnehmer. Im Konvoi mit 25 Autos geht es dann auf der Küstenstraße in Richtung Mauretanien.“

Am Zielort Nouadhibou wird zu Gunsten des dortigen Kinder- und Waisenheims alles versteigert, was die 50 Reisenden aus Deutschland dabei hatten. Dazu zählten laut Laukner unter anderem alle Autos, Schlafsäcke, Matten und Zelte.

Abenteuer für guten Zweck

Die Reise sei „ein Abenteuer für den guten Zweck“. Und für das hat Laukner weder Kosten noch Mühen gescheut. Er habe sich ein robustes Auto gekauft und dieses „wüstenfit“ gemacht. Schließlich solle der Wagen nicht nur die 7500 Kilometer Anreise überstehen, sondern auch danach in Afrika noch viele Jahre fahren. Mit allem drum und dran koste die Reise für beide zusammen über 5000 Euro. „Aber alles, was wir mitnehmen, lassen wir in Afrika. Wir kriegen nichts dafür und wollen den Kindern helfen, dass sie ihr Leben meistern und in ihrer Heimat bleiben können.“ Laukners Vorhaben hat sich zu seiner Verwunderung schnell rumgesprochen. „Zu meiner Überraschung habe ich sogar Spenden bekommen“, berichtet er von Gemeindemitgliedern, die ihm insgesamt 600 Euro zukommen ließen.

Nach drei Weihnachtsgottesdiensten in seiner Gemeinde geht die Reise dann am 27. Dezember los. „Es geht Schlag auf Schlag.“ Er sei auf eine stressige Zeit vorbereitet, auf die er sich aber auch riesig freue. Am 16. Januar wird der Theologe voraussichtlich in seine Heimat zurückkehren. „Der Kirchenbetrieb läuft während meiner Abwesenheit natürlich weiter, eine Vertretung ist organisiert“, sagt er in Richtung seiner Gemeindemitglieder schmunzelnd. • Infos im Internet unter www.dust-and-diesel.de und www.aepn.de.

Von Nico Beck

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