Ostermärschen

Friedensforum in Eschwege und Wanfried unterwegs - Gemeinsam für Abrüstung

Dialog und Kooperation statt Aufrüstung und Gewalt: Das Friedensforum Werra-Meißner – hier in Eschwege – war mit drei Ostermärschen im Werra-Meißner-Kreis vertreten.
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Dialog und Kooperation statt Aufrüstung und Gewalt: Das Friedensforum Werra-Meißner – hier in Eschwege – war mit drei Ostermärschen im Werra-Meißner-Kreis vertreten.

Wie wichtig es ist, aufeinander zuzugehen und Feindbilder zu überwinden, wollte das Friedensforum Werra-Meißner auch in diesem Jahr demonstrieren. Deshalb fanden auch im Werra-Meißner-Kreis traditionell die Ostermärsche statt.

Eschwege/Wanfried – Mit gleich drei Ostermarschaktionen habe die Friedensbewegung im Kreis in diesem Jahr aktiv sein können, teilt Andreas Heine vom Friedensforum mit.

Bei den Veranstaltungen in Eschwege, Witzenhausen und Wanfried seien jeweils die örtlichen Werrabrücken überquert worden, um symbolisch die Notwendigkeit zum Brückenbau und zur Überwindung von Feindbildern darzustellen.

Mit Fahnen und Plakaten auch in Wanfried vertreten: das Friedensforum Werra-Meißner.

Bei den Ostermärschen ginge es den Veranstaltern und Teilnehmern unter anderem um Abrüstung sowie Hilfe gegen Hunger und Armut. Denn jeder Euro, jeder Dollar der in Militärhaushalte fließe, erklärt Heine, fehle dann „beim Kampf gegen Klimakrise und Pandemien, gegen Hunger und Armut“. Ganz im Gegenteil würden die Aufrüstung und die Militäreinsätze die Probleme der Menschen erst schaffen und verstärken, ist sich Heine sicher. Denn Krieg sei einer der Ursachen für Flucht.

Die Ostermärsche sind ein Mittel der Friedensbewegung, auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Und dafür sei es höchste Zeit. Denn die atomare Bedrohung der Zivilisation sei so hoch wie nie zuvor, erklärt Heine. Dazu trügen etwa die weltweit ungehemmte Aufrüstung bei.

„Wobei auf die Nato-Staaten weit über die Hälfte der Weltmilitärausgaben entfallen und die Bundesrepublik mit einer Steigerung um über 50 Prozent seit 2014 den höchsten Zuwachs der wichtigsten Industrieländer hat.“

Obwohl, so Heine, nach jüngsten Umfragen von Greenpeace über 80 Prozent der Menschen in Deutschland den Abzug und die Vernichtung von Atomwaffen befürworten würden und sogar 92 Prozent für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag eintreten würden, weigere sich die Bundesregierung, die „atomare Teilhabe“ aufzugeben, den Abzug der US-Atomwaffen zu veranlassen und dem UN-Vertrag beizutreten. Das klagen die Veranstalter und die Teilnehmer mit den Ostermärschen in den drei Städten im Kreis an.

Frieden und Sicherheit könnten nur gewährleistet werden, so die Ansicht der Friedensbewegung, wenn atomar abgerüstet werde, Feindbilder abgebaut würden, Rüstungsproduktion und -exporte gestoppt sowie auf Interventionseinsätze verzichtet werde.

„Deshalb wollen wir in den Bundestagswahlkampf eingreifen und Abrüsten statt Aufrüsten fordern“, erklärt Heine. Das Überleben der Menschheit könne nur durch Dialog und Kooperation gesichert werden und nicht durch Aggression und Krieg.  (mai)

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