Chronik zur 1000-Jahrfeier in Herleshausen ist schon einmal komplett vergriffen

Liebevoll ausgestaltet: Nachzulesen sind in der Herleshäuser Chronik selten beleuchtete Themen wie die Medizin- und die Apothekengeschichte. Eigene Kapitel widmen sich den Auswanderern aus Herleshausen, den Bürgerprotesten in den 1970er-Jahren und den Wahlen.

Die Erstauflage der Herleshäuser Chronik zur 1000-Jahrfeier ist komplett vergriffen. 688-Seiten-Werk war sehr beliebt. Eine zweite Auflage ist jetzt nur naheliegend. 

 „Ein toller Erfolg“, bilanzieren Dr. Karl Kollmann, Redaktionsleiter und Vorsitzender der Herausgeberin, der Historischen Gesellschaft des Werralands, sowie Helmut Schmidt, Vorsitzender des Werratalvereins Zweigverein Südringgau und des eigens gebildeten Arbeitskreises Chronik.

Großes Interesse

Der Großteil der 500 ersten Ortschroniken sei an die Herleshäuser selbst gegangen, sagt Dr. Karl Kollmann. 

Aber auch über den lokalen Buchhandel seien Werke verkauft worden; weiterhin bekundeten Sammler großes Interesse. „Es gibt Anfragen aus Dresden, der Schweiz, ja sogar aus England“, freut sich Helmut Schmidt: Eine zweite Auflage, und darin sind sich die beiden Historiker einig, ist jetzt nur naheliegend. Bereits im März wurde das 1000-jährige Bestehen mit einem Festkommers gefeiert.

Dr. Karl Kollmann, Historiker und Redaktionsleiter

„Die Neuauflage des 688-Seiten-Werks erfordert zunächst die Zustimmung der Herausgeberin, der Historischen Gesellschaft des Werralands“, sagt Dr. Karl Kollmann. Liege diese vor, werde der Bedarf ermittelt. Danach richte sich schließlich die Anzahl der Bücher, die erneut in den Druck gehen.

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„Hier muss auch langfristig gedacht werden“, sagt Helmut Schmidt – eine Chronik sei zeitlos und verkaufe sich über Jahre. Im Monat Mai und im Zuge der Fest-Veranstaltungen zur 1000-Jahr-Feier Herleshausens also wird noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt.

Die Neuauflage

„Eine Neuauflage wird keine neuen Beiträge und keine ergänzenden Unterkapitel enthalten“, erklärt Dr. Karl Kollmann. Wohl aber sei es möglich, Bilder zu tauschen beziehungsweise Freiräume mit ungesehenen Aufnahmen zu füllen. Ehrenamtlich als Druckvorbereiter im Einsatz: Matthias Nolte aus Eschwege, der schon bei der Erstauflage wertvolle Dienste geleistet und sein Fachwissen eingebracht hatte. Klar ist auch: Der Einzelpreis von 25 Euro wird nicht mehr gehalten werden können, denn die zweite Auflage wird in der Herstellung teurer.

Umfassendes Werk

In nur drei Jahren ist aus der Idee, die Geschichte des Ortes Herleshausen in einer Chronik zu schildern, ein wahres Mammutwerk geworden. Das Werk zeichnet ein umfassendes Bild Herleshausens über die Jahrhunderte hinweg – von den ersten archäologischen Funden bis hin zur Gebietsreform 1971 und Anklängen der Gegenwart. Zu den Texten 26 unterschiedlicher Autoren kommen historische Bilder, unzählige Fotos, Post- und Landkarten, Urkunden sowie Grafiken. „Es war eine wahnsinnige Arbeit, welche alle Beteiligten geleistet haben“, lobt Helmut Schmidt.

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Vorbestellung

Um den Bedarf an Herleshäuser Chroniken zu ermitteln, sind ab sofort Vorbestellungen erwünscht. Aus diesen soll die Stückzahl für die zweite Auflage des Mammutwerks ermittelt werden. Anfragen nimmt Helmut Schmidt entgegen. Kontakt: per E-Mail an helmut@schmidt-hlh.de; per Telefon unter der Rufnummer 0 56 54/1010.

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