Herles1000

Bilanz vom Festwochenende: 8000 Besucher erleben "Herleshausen pur"

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Blick von der Drehleiter auf den Jubiläumsort: Aus 41 Metern Höhe gut zu erkennen sind die zahlreichen Aktionen der Feuerwehr – ein Besuchermagnet. 

Ein rundherum gelungenes Festwochenende mit dem stehenden Festzug als Höhepunkt: Der Arbeitskreis zieht eine zufriedene Bilanz des Festwochenendes der 1000-Jahr-Feier in Herleshausen.

Einmal durchatmen heißt es jetzt für die Verantwortlichen, die Organisatoren und Beteiligten, die Helfer und Ideengeber, die nach drei Jahren der Planung und Vorbereitung stolz auf das Geleistete blicken können.

„Alles war selbstgemacht, nichts zugekauft, eben Herleshausen pur“, bilanziert Anette Wetterau, Verantwortliche des Arbeitskreises stehender Festzug, am Tag nach dem Höhepunkt der 1000-Jahr-Feier. Unglaubliche 8000 Besucher ließen sich am Sonntag locken von den lebendigen Dorfgeschichten, erzählt an 150 Aktionsständen von den Herleshäusern selbst. „Nichts war anonym“, sagt Anette Wetterau: Die Gäste, teils ehemalige Herleshäuser, die von weit her zurück in ihre Heimat kehrten, kamen etwa bei den Dreschvorführungen ins Gespräch, entdeckten Gemeinsamkeiten – oder Herleshausen ganz neu. „Wir wollten unsere Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten“, sagt Anette Wetterau, „und das ist prima gelungen“.

Handgemachte Musik verbreitete gute Laune – und lud zum Verweilen und Zuhören e in.

Neben den Herleshäusern waren auch die Menschen aus den Ortsteilen eingebunden und eingeladen, sich zu präsentieren. „Die drei Stühle in der Burgkirche waren das Symbol für die gelebte Ökumene im Ort, und zu erwähnen ist auch die Leistung Estella Kühns und der Flüchtlinge, die im Ort eine neue Heimat gefunden haben“, lobt Anette Wetterau. „So sind wir Herleshäuser, und alle gehören dazu.“

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Hinter den Mitgliedern des Arbeitskreises liegt eine Menge Arbeit – in erster Linie aber viel Freude. „Zu Beginn unserer Vorbereitungszeit haben wir uns an ausgewählten Orten in Herleshausen getroffen, um dort die Geschichte(n) durch Vorträge und Erzählungen besser zu erspüren“, erinnert sich die Vorsitzende.

Anziehungskraft hatten am Sonntag die Vorführungen der Dreschfreunde.

„Wir waren im Vereinsheim des Country-Clubs, in der Gutshofscheune, im Schlosspark, im Franziskusheim, auf dem Hof Göpel, in den Scheunen der Wilutzkys und Baums und zur Weihnachtsfeier im Museum Dr. Marsch, das durch die 1000-Jahr-Feier den Impuls zur Umsetzung bekam.“ Mit allen Sinnen erfahren werden sollte Herleshausen – deshalb gab es, immer passend zum Ort, etwas zu essen: Pellkartoffeln mit Wurst, Schlachtesuppe, und sogar gebratenes Kuheuter nach altem jüdischen Rezept.

„Es war eine erfüllte Zeit, wir waren bunt zusammengewürfelt und ein super Team“, dankt Anette Wetterau. Und eins sei sicher: Wenn ein Projekt beginne, dürfe man gespannt sein auf Türen, die sich öffnen werden.

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