Alarm rund um Altefeld

Drei Gründe, warum sich ein Besuch des Gemeindefeuerwehrtags gelohnt hat

Wettbewerbe, ausgeführt nach strengen Kriterien: Die Mitglieder der Herleshäuser Jugendwehren meisterten sie am Samstag rund um Altefeld bravourös. Foto: Heinz

Altefeld. Beim Gemeindefeuerwehrtag zeigten die Einsatz- und Nachwuchskräfte der Herleshäuser Wehren im Wettkampfgeschehen und bei einer Großübung ihr Können. Ein Besuch hat sich gelohnt – wir nennen die Gründe:

„Wir wollen der Bevölkerung die Feuerwehr interessant machen und näherbringen: Feuerwehr ist nicht kompliziert, sondern einfach und erlernbar“, sagte Herleshausens Gemeindebrandinspektor Udo Schulz am Samstag.

1.Die Organisation. 

Seit drei Monaten wurde auf den Tag hingearbeitet und nichts dem Zufall überlassen: Vor dem Altefelder Dorfgemeinschaftshaus an der Heidelberger Straße war durch die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes aus Eschwege und Herleshausen für die Verpflegung gesorgt, die Wettkampfstationen waren gut vorbereitet und das Wetter spielte mit. „Ohne die vielen Helfer hätten wir dieses Fest gar nicht auf Beine stellen können – jeder hat dazu beigetragen, dass es eine tolle Veranstaltung geworden ist“, sagte Schulz, der sich freute, dass so viele Zuschauer den Weg nach Altefeld gefunden hatten.

2.Die Wettkämpfe. 

Um 9 Uhr startete der Wettbewerb der Jugendfeuerwehren, der getreu den Regularien des Bundeswettbewerbs aus einer Laufübung (400-Meter-Staffellauf) und Löschübung besteht. Die Jugendfeuerwehren aus Herleshausen, Nesselröden und Willershausen versuchten, auf der 400-Meter-Strecke neun unterschiedliche Hindernisse und Stationen in kürzester Zeit ohne Fehler zu bewältigen: Schlauchwickeln, Leinenbeutelwerfen und Schlauch-an-Strahlrohr-Koppeln stand auf dem Programm. Die Entscheidung im Kampf um den Wanderpokal der Gemeinde Herleshausen fiel vor dem Dorfgemeinschaftshaus: Die Jugendfeuerwehrleute führten einen Löschangriff mit drei Strahlrohren als Trockenübung aus. „Das Ziel ist, dass die Jugendlichen die Grundlagen für den Einsatzbetrieb stressfrei und mit Spaß erlernen, sodass wir sie im Erwachsenenalter Schritt für Schritt an die Aufgaben im Einsatzfall heranführen können“, hat Schulz bereits die langfristige Entwicklung des Nachwuchses im Blick.

Herleshäuser Gemeindefeuerwehrtag in Altefeld

3.Die Großübung. 

„Wir wollen unser Leistungsniveau zeigen“, sagte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Matthias Sömmer, Einsatzleiter bei der Großübung. Udo Schulz moderierte den Einsatz der sieben Ortsteilfeuerwehren mit zwölf Einsatzwagen vor dem Seniorenheim Heidelberger Hof. „Die Übung wäre in dieser Form an einem normalen Wochentag mit dem zur Verfügung stehenden Personal nicht denkbar, weil viele auswärts ihrem Beruf nachgehen“, betont Schulz. Im Alltag müsse er zumeist auf die Alarm- und Ausrückeordung des Landes Hessen zurückgreifen – das führe dazu, dass Wehren etwa aus dem Ringgau im Ernstfall mit ausrücken müssten.

Die Ergebnisse

• Ergebnisse Jugendfeuerwehrwettkämpfe 

1. Nesselröden 1371 Punkte 

2. Renda 1333 Punkte 

3. Herleshausen II 1320 Punkte 

4. Willershausen 1298 Punkte 

5. Herleshausen I 1267 Punkte 

• Ergebnisse der Bambini-Wettbewerbe 

1. Wommen II 

2. Ringgau I 

3. Wommen I 

4. Ringgau II 

5. Wommen III 

6. Willershausen 

7. Wommen IV

Von Marvin Heinz 

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