Fahrgemeinschaften werden gebildet

Busfahrer-Streik führt zu Unterrichtsausfall: Eltern ersetzen Schulbusse

+
Die Busse blieben in den vergangenen Tagen im Depot: Der Streik der Busfahrer hatte auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb im Kreis. 

Herleshausen/Ringgau. Für erhebliche Probleme hat der Streik der Busfahrer (wir berichteten) im Schulbusverkehr in den Gemeinden Herleshausen und Ringgau gesorgt. 

Das teilen Ursula Rauschenberg, Rektorin der Südringgauschule Herleshausen, und Martina Beck, Schulleiterin der Mittelpunktgrundschule in Röhrda, auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Durch den Wegfall der Schulbusse ist es vereinzelt sogar zu Unterrichtsausfällen gekommen“, sagt Martina Beck. Auch in Herleshausen hätten einige Kinder nicht die Möglichkeit gehabt, rechtzeitig zu Schulbeginn vor Ort zu sein. „Mitunter war die Lage chaotisch“, sagt Beck - wie auch Ursula Rauschenberg habe sie kaum offizielle Informationen über Fortgang und Auswirkungen des Streiks des Unternehmens DB Busverkehr Hessen (BVH) erhalten. So waren Fahrten der Linien 240 und 250 teilweise komplett ausgefallen, und nur einige der Touren wurden von privaten Unternehmen wie Frölich-Reisen übernommen.

Fahrgemeinschaften bilden

Zu Leidtragenden des Streiks der Busfahrer sind so auch die Eltern schulpflichtiger Kinder geworden: „Um die Schüler zum Unterricht zu befördern, mussten spontan Fahrgemeinschaften gebildet werden“, sagt Ursula Rauschenberg. Diese Selbstorganisation habe auch in der Gemeinde Ringgau hervorragend geklappt, lobte Beck.

Wie lange die Eltern in dem Busfahrer-Tarifkonflikt ihre freiwilligen Fahrgemeinschaften aufrechterhalten können und müssen, bleibt indes abzuwarten. Am Freitag jedenfalls sei der Busverkehr bereits wieder reibungslos gelaufen, bestätigen die Schulleiterinnen.

Was der NVV dazu sagt, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der Werra-Rundschau.

Aktuelle Informationen gibt es unter www.nvv.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare