Vereine und Einwohner von Nesselröden sanieren Backhaus - Sparkassenstiftung hilft

„Dem Ehrenamt sei dank“

Das Backhaus in Nesselröden wird saniert: Zu den Triebfedern gehören (hinten von links) Wolfgang Warnke (TSV), Sebastian Gonnermann (Bauleiter), Hartmut Reinemann (TSV-Vorsitzender) und Bürgermeister Burkhard Scheld. Vorne von links: Hubertus Nast (TSV), Tristan Gonnermann (Feuerwehr) und Sascha Reinemann (Feuerwehr). Foto:s: Harald Triller

Nesselröden. „Dem Ehrenamt sei dank, die Gemeinde spart durch die vielen fleißigen Leute hohe Kosten, sie hätte das Projekt keinesfalls stemmen können. In Nesselröden wird meine These gerade untermauert, denn zahlreiche Einwohner und natürlich auch die Mitglieder der örtlichen Vereine wollen das marode Backhaus in Eigenleistung sanieren.“

Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld lobte beim symbolischen Startschuss das angekündigte Engagement. Und er nutzte das Forum, um sich bei der Sparkassenstiftung ebenfalls ganz herzlich zu bedanken, denn aus diesem Topf fließt die stolze Summe von 4000 Euro. Burkhard Scheld weiter: „Das sehr gute Finanzierungskonzept in Verbindung mit den Eigenleistungen hat auch die gemeindlichen Gremien überzeugt, die Baugenehmigung wurde unterstützt und eine Versicherung abgeschlossen.“

Hartmut Reinemann, Vorsitzender des Sportvereins, blickt zurück: „Die Sanierung des Backhauses im Sülzbach war eigentlich schon 1999 im Dorferneuerungsprogramm verankert, ist aber letztlich durchs Sieb gefallen. Aber wir sind immer drangeblieben, haben die Flinte nicht ins Korn geworfen, sondern nach neuen Möglichkeiten gesucht“, lobte auch der TSV-Boss die Großzügigkeit der Sparkassenstiftung.

Diese finanzielle Basis wird vom Festausschusses der 825-Jahr-Feier aufgestockt. 2008 wurden 1500 Euro einem Sonderkonto zugeführt. Und weitere 700 Euro konnten beim Backhausfest sowie beim Osterfeuer erwirtschaftet werden. Aus den eigenen Reihen kommt mit Sebastian Gonnermann auch der Bauleiter, der näher auf die notwendigen Arbeiten der grundhaften Sanierung einging: „Die Feuerwehr und der Sportverein haben das Projekt neu belebt, was Anerkennung verdient. Neben der Sanierung verlangt das Gebäude die komplette Erneuerung von Dachstuhl, Schornstein und Dacheindeckung. Neue Mauern müssen gezogen und verputzt werden, und die Inneneinrichtung verlangt intensive Aktionsbereitschaft der Helferschar, bevor abschließend die Vorplatzgestaltung umgesetzt wird“, so Sebastian Gonnermann gegenüber der WR.

Mit der Erhaltung des Backhauses soll dörfliches Brauchtum gepflegt und natürlich auch das Gemeinwohl, speziell während der Bauphase, gestärkt werden. Ab sofort sind die fleißigen Helfer jeden Samstag ab 9 Uhr gefordert: „Wir hoffen auf große Unterstützung, damit wir im Herbst mit einem Backhausfest die Einweihung feiern können“, motiviert Hartmut Reinemann die Bevölkerung.

Von Harald Triller

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