1. Werra-Rundschau
  2. Lokales
  3. Herleshausen

Der Südringgau geht neue Wege

Erstellt:

Von: Emily Spanel

Kommentare

Herrliche Wanderlandschaft: Herleshausen hat eine wunderbare Natur und spektakuläre Ausblicke (hier vom Kielforst über die Werraauen bis hin zu den Kalibergen) zu bieten.
Herrliche Wanderlandschaft: Herleshausen hat eine wunderbare Natur und spektakuläre Ausblicke (hier vom Kielforst über die Werraauen bis hin zu den Kalibergen) zu bieten. Wanderer sollen künftig auch wieder auf gut ausgeschilderten Wegen die Gegend erkunden können. © Foto: Emily Hartmann

Werratalverein schafft attraktives Wanderwegenetz – Wegepaten betreuen 21 Abschnitte

Herleshausen – Der Werratalverein, Zweigverein Südringgau (WTV) hat in den 1980er- Jahren auf dem Gebiet der Gemeinde Herleshausen ein Netz von 24 Rundwanderwegen angelegt.

Doch dieses Wegenetz ist arg in die Jahre gekommen. „Ehemals vorhandene Wege sind zugewachsen, Beschilderungen nur noch zum Teil vorhanden. Es fehlen Bänke und Infotafeln. Wanderer ohne Ortskenntnis kann man eigentlich nicht allein losschicken. Das kann so nicht bleiben, da muss etwas passieren“, sagt das Herleshäuser Wanderurgestein Klaus Gogler.

Das Ziel

Also hat sich der Verein das Ziel gesetzt, ein neues, attraktives, den heutigen Anforderungen genügendes Wanderwegenetz zu schaffen. Aber die für dieses Projekt erforderliche Bestandsaufnahme des gesamten Wegenetzes der Gemeinde, die anschließende Neukonzeption sowie die spätere Pflege des Wegenetzes sind Aufgaben, die für den Wegewart des WTV allein nicht zu bewältigen sind. Was also tun?

Die Wegepaten

Die Lösung ist die Idee der Wegepaten. Die Fläche der Gemeinde wurde in 21 kleine, überschaubare Teilgebiete, sogenannte Blöcke, unterteilt und für jeden dieser Blöcke ein Wegepate gesucht, der folgende Aufgaben übernehmen sollte: Aufnahme des vorhandenen Bestandes, Ideen für das neue Wanderwegenetz entwickeln und letztlich die Betreuung des neuen Wegenetzes in Zusammenarbeit mit dem Wegewart des WTV.

Die Resonanz

„Trotz anfänglicher Skepsis ist es uns über einen Aufruf im Bekanntmachungsorgan der Gemeinde, auf der Homepage des Werratalvereins sowie insbesondere durch persönliche Ansprache gelungen, für alle Blöcke Wegepaten zu finden“, sagt der zweite Vereinsvorsitzende Christoph Wetterau und zeigt sich erfreut über die positive Resonanz aus der Bevölkerung.

Die Bestandsaufnahme

Die Übernahme der Patenschaft wurde offiziell mit einer Urkunde dokumentiert. Ausgestattet mit den notwendigen Unterlagen haben die Wegepaten in den vergangenen Monaten in ihrem jeweiligen Block eine Bestandsaufnahme durchgeführt, die inzwischen weitestgehend abgeschlossen ist.

Mit dieser „Pflichtaufgabe“ ist nun das Wissen vorhanden, um in den spannenderen Teil einzusteigen: Nachdem jeder bis dahin als Einzelkämpfer unterwegs war, hat kürzlich für die Planung des neuen Wanderwegenetzes ein erstes Gesamttreffen der Wegepaten stattgefunden.

Das Gesamttreffen

Dabei wurden vormittags zunächst allgemeine Ideen und Gedanken zusammengetragen, die in der Planung berücksichtigt werden sollen. Der Nachmittag wurde genutzt, um erste Rundwege aufzuzeichnen.

Die digitale Erfassung der Wege erfolgt schließlich in einem IT-System des Deutschen Wanderverbandes, für dessen Nutzung Klaus Gogler und Christoph Wetterau kürzlich eigens an einer Schulung teilgenommen haben.

Der Ausblick

Die Arbeiten fließen im Übrigen in ein Gesamtkonzept ein, das als Grundlage für die notwendigen Abstimmungen mit anderen Stellen, die Beantragung von Fördermitteln und die werbewirksame Präsentation in den digitalen und Printmedien dienen soll. „Und wenn alles fertig ist, dann können Wanderer auch wieder auf ausgeschilderten Wegen unsere schöne Landschaft rund um Herleshausen erkunden“, erklärt Klaus Gogler mit Blick in die Zukunft. ( Emily Hartmann)

Auch interessant

Kommentare