Omas Allheilmittel: Das Ehepaar Möller aus Archfeld kocht aus Knochen Kraftbrühe

Vollgepackt mit Mineralstoffen, Kollagen und Aminosäuren: die Kraftbrühe aus Weiderind. 18 Stunden lang werden die Knochen mit Suppengemüse und ausgewählten Gewürzen gekocht. Foto: Regine Rohmund/nh

Das Ehepaar Möller aus Archfeld kocht aus Knochen Kraftbrühe. Sie schwören auf Omas Allheilmittel. Ein Fond aus ausgekochten Rinderknochen ist gesund, das wusste schon die Großmutter.

Knochenbrühe soll das Immunsystem, das Gewebe und die Knochen stärken. Sie soll gut für die Verdauung und für die Gelenke sein, soll Entzündungen, Stimmungsschwankungen und Falten vorbeugen. Für schönere Haut, Haare und Nägel soll sie außerdem sorgen und die Fettverbrennung ankurbeln. Und dann ist sie auch noch fastenkompatibel und so sättigend, dass sie ganze Mahlzeiten ersetzen kann.

Viel mehr als ein kurzfristiger Trend, finden Tanja und Torsten Möller aus dem Herleshäuser Ortsteil Archfeld. „Nährstoffreich und heilend“ sei die Knochenbrühe, sagt das engagierte Ehepaar, dem besonders die Verwertung „vom Schwanz bis zur Nasenspitze“ zusagt: Denn auch die beim Verbraucher so unpopulär gewordenen Teile des Schlachttieres wie Knorpel und Sehnen werden für eine nährstoffreich-aromatische Brühe benötigt.

Über 18 Stunden lang müssen die ausgelösten Rinderknochen ausgekocht werden, um beste Ergebnisse zu erzielen. „Beim Kochen der Knochen lösen sich Aromen, Mineralstoffe und Proteine und verwandeln Wasser in die gesundheitsfördernde Brühe“, erklärt Tanja Möller.

Eine eigene Edelstahl-Produktionsküche haben sich die Möllers nun eingerichtet, um ihre Knochenbrühe „Pure Soup“ ab sofort in großen Mengen herstellen, anbieten und auch verschicken zu können. „Aus 30 Kilogramm Knochen entstehen rund 90 Liter der wertvollen Brühe“, weiß Torsten Möller. Die Knochenbrühe „Pure Soup“ kann im Übrigen natürlich wie gewohnt mit Einlagen gelöffelt, aber auch pur getrunken werden.

Von höchster Wichtigkeit: die Nachhaltigkeit. Geschlachtet wird ein Tier aus eigener (Auf)Zucht nur dann, wenn der Bedarf auch da ist – das heißt, wenn es auch komplett verwertet werden kann, inklusive der Knochen und des Kochfleisches. Weiterhin verwenden die Möllers ausschließlich Glasflaschen, um die mindestens zehn Monate haltbare Brühe aufzubewahren. Sogar für die Beklebung der Glasflaschen wurde auf Plastik verzichtet.

Die erste Resonanz – sogar Altenwohnheime beliefern die Möllers mittlerweile mit dem Rohmaterial für die Knochenbrühe – ist phänomenal. Mit einem neu angeschafften Kühlfahrzeug können sie die Lieferung bis zur Haustür des Verbrauchers garantieren.

Zu haben ist die Möller’sche Brühe „Pure Soup“ bei Stefan Happel in Eschwege, im Rewe-Markt Maenz in Herleshausen sowie direkt am Möller-Hof, Telefon 0 56 54/290, Mobil 0170/2 71 09 50, E-Mail info@moeller-hof.de. Am heutigen Dienstag wird zudem das HR-Fernsehen in Archfeld sein, um einen Beitrag für die Sendung „Weitergedreht“ zu drehen. Ein Sendetermin wird noch bekannt gegeben.

moeller-hof.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare