Von Einsatz zu Einsatz

Mitglieder der Jugendfeuerwehr absolvieren ein Übungswochenende

Anstrengend, aber lehrreich: Die Mitglieder der Herleshäuser Jugendfeuerwehr verlebten ein ereignisreiches Wochenende. Ein fiktiver Einsatz jagte den nächsten. Geplant wurden die beiden Tage von André Popp und Andreas Deist. Fotos: Feuerwehr Herleshausen

Herleshausen. Das Gefühl echter Einsätze haben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Herleshausen nun erlebt: Zwei Tage lang wurde den Jugendlichen die Feuerwehrarbeit so nah wie möglich gebracht.

Organisiert haben die Aktion André Popp und Andreas Deist. Die beiden Herleshäuser investierten über Wochen viel Mühe und Zeit in die Planung.

Die Atemschutzgeräte

Kurz nachdem die Jugendlichen ihr Lager im Schulungsraum der Herleshäuser Wehr aufgeschlagen hatten, ertönte der erste Alarm: Gemeldet wurde ein fiktiver Brand zwischen Herleshausen und Wommen. Vor Ort angekommen wurde die Lage erkundet: Lichterloh brannten Holzabfälle. Ein Wassertrupp baute die Wasserversorgung auf, der Angriffstrupp ging mit Atemschutzgeräten zur Brandbekämpfung vor. „Die Jugendlichen hatten den Brand dank der guten Zusammenarbeit schnell im Griff“, sagt Maximilian Carl, Pressewart der Jugendfeuerwehr. Zur Entdeckung von Glutnestern kam die Wärmebildkamera zum Einsatz.

Die Ölspur

Holzabfälle brennen lichterloh: Auch diese Situation wird von den Nachwuchskräften hervorragend gemeistert.

Ruhe wurde den Nachwuchs-Feuerwehrleuten nur wenig gegönnt: Noch in der Nacht ertönte der zweite Alarm. Diesmal handelte es sich um einen fiktiven Hilfeleistungseinsatz in der Gemarkung Herleshausen. Dort breitete sich nach einem Verkehrsunfall eine Ölspur aus, welche sofort beseitigt wurde. Viel Schlaf bekamen die Jugendlichen wieder nicht: Um 4 Uhr wurde erneut ausgerückt. Nun ging es zu einem Einsatz im Bereich des Seniorenheimes Heidelberger Hof in Altefeld, der sich als Fehlalarm herausstellte.

Die Personenrettung

Nur zwei Stunden später lösten die Melder schon wieder aus: Die Hilfe der Feuerwehr wurde am Kleinsportfeld benötigt. Dort musste ein verwirrter Fußballfan aus einem Geländer befreit werden. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es nahtlos weiter: Diesmal benötigte ein Bauarbeiter schnelle Hilfe. Beim Wechseln einer Baggerschaufel wurde er unter dem schweren Gewicht eingeklemmt. „Auch jetzt ging es darum, die Person so schnell wie möglich zu befreien“, sagt Maximilian Carl. Nach Ende des Einsatzes ging es überraschend weiter. Nach starkem Regen und Gewitter stand der Keller des Schwimmbades unter Wasser. Zügig eilten die Jugendlichen zum Schadensort. Nach kurzer Überlegung wurde die Tauchpumpe eingesetzt.

Die Alarmübung

Zum Abschluss des Einsatzwochenendes wartete aber noch ein besonderer Höhepunkt – die gemeinsame Alarmübung mit der Einsatzabteilung. Diesmal wurden sogar die Sirenen ausgelöst. Auf dem Monitor wurde angezeigt, dass es sich um einen Schuppenbrand im Bereich des Friedhofes handelte. Alle Einsatzfahrzeuge wurden besetzt. Neben der Wasserversorgung aus den Fahrzeugtanks wurde eine Saugleitung für die Wasserentnahme aus dem Bach aufgebaut. Parallel wurde der Schuppenbrand mit drei Strahlrohren bekämpft. Durch den strukturierten Einsatz war auch dieser Brand schnell gelöscht. (red/esp)

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