Gipfelkreuz auf dem Kielforst an der ehemaligen innerdeutschen Grenze eingeweiht

Erinnerung an Trennung

Um die 200 Menschen waren zum ökumenischen Gottesdienst gekommen, bei dem das Gipfelkreuz geweiht wurde. Foto: privat

Herleshausen. Auf dem Kielforst bei Herleshausen wurde im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes ein Gipfelkreuz eingeweiht, das an die leidvolle Trennung Deutschlands und ihre Überwindung erinnern soll. Fast 200 Menschen aus Ost und West waren zum sogenannten „Franzosenkopf“, dem höchsten Punkt in der Gemarkung Herleshausen (445 Meter) direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, gepilgert, um diesem Ereignis beizuwohnen.

In seiner Predigt wies Pfarrer Dr. Manfred Gerland darauf hin, dass das Kreuz nicht nur ein Symbol des Leidens und des Todes ist, sondern auch für deren Überwindung durch den Kreuzestod Jesu Christi steht. „Christus stiftete den Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott. Er hat die Feindschaft getötet“, zitierte er aus dem Epheserbrief der Bibel. So soll dieses Gipfelkreuz an schmerzliche Erfahrungen der Trennung erinnern, die viele Menschen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erlebt haben. Es soll aber auch ein Mahnmal sein, dem Tod und der Trennung keine Macht zu geben und schließlich die Einheit zwischen den Gegensätzen von Ost und West, Mann und Frau, jung und alt, evangelisch und katholisch u.a. immer wieder anzustreben und von Gott zu erbitten.

Der katholische Pfarrer der Gemeinde Herleshausen, Joachim Hartel aus Sontra, weihte schließlich das Kreuz in einer feierlich gesungenen Liturgie und besprengte es mit Weihwasser. Mit dem Segen, gespendet vom evangelischen Ortspfarrer Martin von Frommannshausen, setzten die Pilger ihre Grenzwanderung über den Kielforst fort und feierten zum Abschluss ein fröhliches Fest im Dorfgemeinschaftshaus Willershausen.

Die Idee für dieses Gipfelkreuz entstand im Männertreff der Kirchengemeinde Herleshausen. (WR)

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