Die Werralöwen begeistern mit ihrer neuen Komödie "Termin bei Petrus"

Als himmlische Verwaltungschefin hatte Laienschauspielerin Sabine Heinz aus Herleshausen allerhand zu tun. Foto: Marvin HEINZ

Lauchröden – Haben Sie sich schon die Frage gestellt: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wenn ja – warum? Die Laienschauspieler der Werralöwen liefern eine einfache Antwort: Ja.

Aber ganz so einfach ist die Antwort in der Komödie „Termin bei Petrus“ dann doch nicht. Das wurde der aus Herleshausen kommenden Sabine Heinz schnell bewusst. Sie spielt in glänzender Manier den Verwaltungschef Petrus im Himmel. Keine einfache Aufgabe im Zeitalter der Modernisierung. Zu diesem Zweck wurde Raffael Knebel eingestellt. Ein Controller –aber am Leben vorbei.

Spätestens als Luise Fehr die Himmelspforte durchquert, geht es drunter und drüber. Sie wird als Hochstaplerin entlarvt. Nachdem sie ihre Hörner entblößt hat, verflucht sie den Himmel und verabschiedet sich mit einem Höllenschrei. Sogleich kommen die Erzengel vom Außendienst zurück, die für die Ausbildung von „Engelchen“ Angela (gespielt von Alexandra Gogler aus Herleshausen) zuständig sein sollten. Sie schlagen ein Fußballspiel zwischen Himmel und Hölle vor. Für Petrus ist schnell klar, dass ein Sieg unmöglich ist: „Die Schiedsrichter spielen alle für die Hölle.“

Frau Holle erklärte unterdessen, wie sie für Schnee sorgt: „Mit vielen Fußpflegern, die sich um die Hornhaut kümmern.“ Und auf einmal landet Toni Pasterelli, der chaotische Pizzabote, an der Himmelspforte. Er wurde überfahren – ob von Maserati, Lamborghini oder einem roten Mercedes, ist unklar. Später stellt sich heraus, dass Frau Holle den Neuankömmling zu Unrecht in den Himmel geholt hat, laut Sündenarchiv haben Viagra-Unfälle Vorrang. Das Betriebsklima ist im Keller. Auch wegen einer folgenschweren Umbesetzung. Petrus ist gezwungen die Initiative zu übernehmen, um die Sache richten.

250 Zuschauer feierten im ausverkauften Löwensaal die Schauspiellaien nach der mehr als zweistündigen Vorstellung, die in drei Akte unterteilt war, mit minutenlangem Beifall. Für Sabine Heinz war es wieder etwas ganz Besonderes: „Die Menschen lachen, entfliehen dem Alltag und schalten ab. Das freut uns immer wieder.“

Das elfköpfige Ensemble aus Herleshausen, Lauchröden, Eisenach, Spichra, Wutha-Farnroda und Ruhla stellte ein vor Spielfreude strotzendes Schauspielstück auf die Beine. Seit 245 Tagen wird geprobt, 20 Helfer waren von der Technik über die Theke bis zur Kasse im Einsatz. Es wurde nichts dem Zufall überlassen, ob auf oder neben der Bühne. Echte Profis eben, diese Laien. „Wir machen alles im Team und jeder bringt sein Talent neben der Bühne ein“, freute sich Heinz.

Marvin Heinz

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