Bis zu 290 Euro für einen Platz

Gemeindevertreter Herleshausens beraten über künftige Finanzierung der Kita

Herleshausen. Wie kann die Evangelische Kindertagesstätte (Kita) Herleshausen weiter finanziert werden – trotz der Auswirkungen des Kinderförderungsgesetzes, trotz der Reduzierung des Kirchenanteils von 20 auf zehn Prozent?

Die Problematik, über welche die Gemeindevertreter Herleshausens am Dienstagabend während ihrer jüngsten Sitzung zu entscheiden hatten, war keine leichte. Zusätzliche Spannung versprach auch die neuerliche Beschlussfassung über die Übergabe der kirchlichen Friedhöfe Frauenborn und Herleshausen in Gemeindehand.

Finanzierung der Kita

Die Gebühren für die Kita sollen in Herleshausen ab dem kommenden Kita-Jahr massiv steigen. Das ist nötig, um die weitere Finanzierung der Einrichtung gewährleisten zu können.

Der günstigste Kita-Platz kostet ab dem 1. August nun 145 Euro; die ganztägige Krippenbetreuung 290 Euro. „Damit die Belastungen für die Eltern zumindest im erträglichen Rahmen bleiben, werden nun acht statt drei Zeitmodule angeboten“, sagte Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld. In die hätten sich die Eltern kurzfristig einwählen müssen. Auf dieser Basis seien dann Mindeststundenkontingent, Personal- und Sachkosten sowie Gebühren und Defizite der Kirche und der Kommune kalkuliert worden.

„Die Kommune beteiligt sich nun mit 230 000 Euro an der Finanzierung und trägt damit 41 Prozent der Gesamtkosten“, sagte Scheld. Die Eltern stemmen einen Anteil von 24 Prozent der Kita-Gesamtausgaben. Die endgültige Entscheidung über die Umsetzung liegt nun beim Kirchenvorstand.

Übergabe zweier Friedhöfe

Gänzlich unerwartete Komplikationen gibt es bei der Übergabe der Friedhöfe Frauenborn und Herleshausen von der Kirche an die Gemeinde (wir berichteten): Die wurde vom Landeskirchenamt zunächst nicht genehmigt. Grund war die Zugehörigkeit der Frauenbörner Ruhestätte zur Kirchengemeinde Willershausen. „Dieser Zusammenhang war mir nicht bekannt, auch von Kirchenseite wurde nicht darauf hingewiesen“, sagte Scheld. Nun habe die Zustimmung des Kirchenvorstandes Willershausen eingeholt werden müssen. Nachdem die erfolgt sei, müsse ein neuer Übergabe- und Übernahmevertrag aufgesetzt werden. Der warte noch auf Genehmigung.

Von Emily Spanel

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