Gegen den Lockdown-Blues

Ev. Kirchspiel Herleshausen-Nesselröden kürt Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs

Mitmachen statt berieseln lassen: Pfarrer Henrik Heinicke lädt zur Teilnahme am
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Mitmachen statt berieseln lassen: Pfarrer Henrik Heinicke lädt zur Teilnahme am

Wofür sind Sie dankbar? Unter diesem Motto rief das Evangelische Pfarramt Herleshausen-Nesselröden erst im Februar zu einem Fotowettbewerb gegen den Lockdown-Blues auf.

Herleshausen – Nun stehen die Gewinner in den drei Kategorien fest, teilt Pfarrer Henrik Heinicke mit. Das beliebteste Foto bei den Facebooknutzern kam von Nadine Fischer aus Altefeld.

Außerdem wurden von einer Jury das künstlerisch wertvollste und das originellste Motiv gekürt. Gewonnen hatten hier Ralf Schäfer aus Eschwege und Mara Stein aus Herleshausen.

Gewinnerin in der Kategorie: Liebling auf Facebook

Nadine Fischer hatte einen Schnappschuss eingeschickt, erzählt sie. Ihr Foto, dem die Facebooknutzer zum Sieg verhalfen, zeigt ihren Mann und den jüngsten Nachwuchs Sunny – die dritte Tochter. „Ich war dankbar dafür, dass mein Mann bei der Geburt dabei sein durfte.“ Unter den strengen Hygienebestimmungen durch Corona keine Selbstverständlichkeit.

Facebook-Favorit: Nadine Fischers Mann Ronny und Tochter Sunny.

„Er war dann noch kurz nach der Geburt bei uns, musste nach 30 Minuten aber gehen.“ Stolz, dass sie zu den drei Siegern gehört, ist nicht nur Fischer. Auch ihre beiden älteren Töchter Virginia (16) und Lotta (6) sowie Mann Ronny seien „mega stolz“, erzählt sie.

Gewinner in der Kategorie: künstlerisch wertvollstes Motiv

Die Spiegelung im Dachfenster konnte Ralf Schäfer mit der Kamera festhalten. „Es war der pure Zufall“, erinnert sich der Eschweger Hobbyfotograf, bei ihm und seiner Frau Heike läge die Kamera immer bereit. Als er den farbintensiven Sonnenuntergang bemerkte, sei er schnell in den obersten Stock geeilt und konnte durch das gekippte Dachfenster den Moment verewigen.

Auf den Fotowettbewerb stieß der Eschweger im Internet. Mit seinem Foto will er sagen: „Ich bin dankbar für dieses Himmelsphänomen.“

Blickrichtung Hoher Meißner: Die Spiegelung im Dachfenster mit der Kamera festgehalten.

Gewinnerin in der Kategorie: originellstes Motiv

Mara Steins Foto entstand ebenfalls spontan. Die Herleshäuserin las im Wartebereich des Impfzentrums von dem Aufruf der Kirchengemeinde und fühlte sich direkt vom Thema angesprochen, erzählt sie. „Das Foto ist dann aus der Situation heraus entstanden, weil ich dankbar dafür bin, dass ich geimpft wurde“, erklärt Stein.

Wie auch Nadine Fischer ist sie ansonsten nicht aktiv mit der Kamera unterwegs. „Ich war perplex“, erzählt sie über den Moment, in dem sie erfahren hatte, dass ihr Foto in der Kategorie originellstes Motiv gewonnen hatte.

Aus dem Wartebereich im Impfzentrum: dankbar für die Impfung.

Jury vergibt Punkte wie beim ESC

Ebenso wie Ralf Schäfers Foto wurde auch das Bild von Mara Stein von einer Jury zum Siegerfoto gekürt. Insgesamt 20 Einsendungen gab es. „Im Vorfeld kam die Idee auf, wie beim ESC zu verfahren und 1-20 Punkte in jeder Kategorie zu verteilen“, erklärt Heinicke. Die Jury bestand aus Dekanin Ulrike Laakmann, dem Herleshäuser Achim Wilutzky, Heinickes Cousine und Fotografin in Berlin, Frauke Witzler, sowie WR-Redakteurin Hanna Maiterth.

„Ich habe nicht mit abgestimmt, das wäre auch unfair gewesen“, sagt Heinicke. Schließlich sei er doch ein Stück weit voreingenommen. Heinicke zählte die Punkte, die jedes Jurymitglied verteilte, am Ende zusammen.

„Die Bewertung war richtig schwer“, sagt Dekanin Ulrike Laakmann. Sie fand nicht nur die Idee des Fotowettbewerbs toll, sondern auch die Verbindung zum Thema Dankbarkeit gelungen: „Gerade in Zeiten, in denen wir alle erschöpft sind und vor Herausforderungen stehen, ist es auch im kirchlichen Kontext gut umgesetzt worden.“

Derzeit werde hinter den Kulissen des Kirchspiels an einer Ausstellung gearbeitet, verrät Heinicke. Wann die Vernissage, die mit einem kleinen Gottesdienst eröffnet werden solle, stattfinden wird, ist noch unklar. Sobald ein Termin steht, werde dieser mitgeteilt.  (mai)

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