Für Nachhaltigkeit

Gastronomie des Hotels Hohenhaus mit Metro-Preis gewürdigt

Seltene braune Bergschafe sind auf den Wiesen rund um Hotel und Gut Hohenhaus heimisch. Küchenchef und Hoteldirektor Peter Niemann legt größten Wert auf Nachhaltigkeit.
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Seltene braune Bergschafe sind auf den Wiesen rund um Hotel und Gut Hohenhaus heimisch. Küchenchef und Hoteldirektor Peter Niemann legt größten Wert auf Nachhaltigkeit.

Gleich mit fünf Umweltpreisen ist das Traditionshaus Hohenhaus in diesem Jahr ausgezeichnet worden. Jetzt kommt der dritte Platz für nachhaltige Gastronomie der Handelskette Metro dazu.

Holzhausen – Je mehr man über ein Lebensmittel weiß, desto weniger leichtfertig geht man damit um. Und so stammen die Lebensmittel, die in der Küche des Hotels Hohenhaus verarbeitet werden, beinahe allesamt aus der unmittelbaren Umgebung – das Gemüse etwa von der Familie Tröll aus Herleshausen aus Anbau nach Demeter-Richtlinien, das Woll- (oder Mangalica-) Schwein aus verantwortungsvoller Zucht in Datterode, Geflügel- und Rindfleisch werden vom familiengeführten Betrieb Zimmermann in Willershausen bezogen.

Kürzeste Wege vom Lieferanten in die Küche, höchste Qualitäten dieser regionalen Erzeuger und ein Team, das sich den verantwortungsvollen Umgang mit diesen Ressourcen zum Leitbild gemacht hat: Das sind nur einige Gründe, warum das Hotel Hohenhaus die vielleicht nachhaltigste Gastronomie in Deutschland bietet.

Gleich mit fünf Umweltpreisen ist das Traditionshaus im Herleshäuser Ortsteil Holzhausen in diesem Jahr ausgezeichnet worden, darunter mit dem prestigeträchtigen grünen Michelin-Stern im Frühjahr. Nahtlos in diese Erfolgsgeschichte reiht sich nun der dritte Platz für nachhaltige Gastronomie, ausgelobt von der Handelskette Metro, ein. Die zum dritten Mal überhaupt vergebene Auszeichnung „möchte kreativen, grünen Gastro-Initiativen eine Bühne bieten, die zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine leere Worthülse ist. Der Preis zeichnet Betriebe aus, die Umwelt und Klima schonen sowie ganzheitlich denken“, heißt es vonseiten der neunköpfigen Experten-Jury.

Und nachhaltig lokaler zu arbeiten und zu wirtschaften als auf Hohenhaus, bekräftigt Hoteldirektor und Küchenchef Peter Niemann, sei fast unmöglich. Wild im eigenen Forst und Bienen sind hier ebenso zuhause wie allerlei Waldkräuter, Pilze, Obstbäume und Beerensträucher. Dazu kommt der Gutshof unter der Verantwortung von Gutsverwalter Stephan Boschen mit Schaf-, Hühner- und Schweinestall. „Die Qualität wächst uns in die Küche“, sagt Peter Niemann. Sogar zertifiziertes Mineralwasser aus gutseigenem Brunnen wird den Gästen ausgeschenkt.

Vom Biolandbetrieb Nordhof in Willershausen stammt das Rindfleisch. Im Bild zu sehen ist Jan Zimmermann mit seiner Angus-Herde. 

Mit großer Freude habe das Hohenhaus-Team die Nachricht von der erneuten Auszeichnung aufgenommen, ja „fast ein bisschen überrascht“ sei er von dem fünften grünen Preis in Folge gewesen, erklärt Peter Niemann. Aber: „Unsere Reise, die vor drei Jahren begonnen hat, ist ganz offensichtlich eine erfolgreiche“.

Den Hinderungen der Corona-Pandemie zum Trotz wird der eingeschlagene Weg zielstrebig fortgesetzt. Im kommenden Jahr etwa wird der erste Hohenhäuser Mohn in der Küche Einzug halten – selbstverständlich eigens angebaut. Denn ohne die weitere ausgezeichnete Arbeit der Landwirte, der Fleischer, Lieferanten und Mitarbeiter ist jede Auszeichnung wertlos. (Emily Hartmann)

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