Gemeinde Herleshausen: Mit einem Euro im Plus

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Herleshausen. Den ersten ausgeglichenen Haushaltsplan-Entwurf der Gemeinde Herleshausen nach 25 Jahren hat Bürgermeister Burkhard Scheld der versammelten Gemeindevertretung am Dienstagabend vorgelegt. 

„In der Planung schließt der Ergebnishaushalt mit einem Überschuss von einem Euro ab“, sagte Scheld – damit werden die Bedingungen des Abbaupfades erfüllt. Wird der Haushaltsplan im Laufe des Jahres 2018 auch genau so umgesetzt, kann die Gemeinde den Schutzschirm verlassen.

Die Hürden

Auf soliden Eckdaten basiere der Haushaltsplan-Entwurf, sagte der Bürgermeister, der allen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung für ihre Arbeit an dem Zahlenwerk dankte. Dennoch habe es finanzielle Hürden gegeben, die dem Haushaltsausgleich 2018 entgegenstanden. Dies sind zum einen allein 100 000 Euro – eben der Betrag, der gegenüber dem Vorjahr noch kompensiert werden musste, um den Ausgleich zu erzielen. Des Weiteren 67 000 Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich: „Der brachte zwar 73 000 Euro mehr Schlüsselzuweisungen, erhöhte aber auch die Umlagegrundlagen“, erläuterte Scheld. Allein auf 140 000 Euro sei etwa die Kreis- und Schulumlage gestiegen.

Die Einnahmen

Die Steuereinnahmen Herleshausens haben sich planerisch gegenüber dem Vorjahr verbessert. Allein bei der Einkommenssteuer sei ein Plus von 140 000 Euro auf nun 1 150 000 Euro Einnahmen zu verzeichnen; die Gewerbesteuer wird mit 480 000 Euro veranschlagt. Das entspricht einem Plus von 90 000 Euro. „Diese gravierenden Mehreinnahmen garantieren den veranschlagten Ausgleich des Ergebnishaushalts“, sagte Burkhard Scheld. Außerdem hätten das Niedrigzinsniveau, die Entschuldungshilfen und die verwaltungstechnischen Neuausrichtungen dazu geführt, dass sich die Zinsausgaben auf geplante 137 200 Euro reduziert haben.

Die Investitionen

Der Finanzhaushalt 2018 reize die Schutzschirm-Rahmenbedingungen voll aus, sagte der Bürgermeister. Auch weiterhin müsse das Wünschenswerte zurückgestellt werden, um das Notwendigste zu finanzieren. Dazu zählen in erster Linie vier große Investitionen: 107 000 Euro sind für das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) der Ortsteilfeuerwehr Altefeld vorgesehen. 160 000 Euro sollen in die Umgestaltung des Schulhofs der Südringgau-Schule fließen; 180 000 Euro stehen für die Sanierung der Bahnhofstraße 13 bereit. Mit 45 000 Euro wird die energetische Sanierung der Mehrzweckhallevorangetrieben.

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