Aus der Enge in die Weite

Grenzöffnungsfeier am Samstag in Herleshausen und Hörschel

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Grenzenloses Werratal: Die Skulptur zwischen Herleshausen (Hessen) und Lauchröden (Thüringen) erinnert an die wiedergewonnene Freiheit vor 30 Jahren.

Ganz genau 30 Jahre ist es am 9. November her, dass die Berliner Mauer und danach der gesamte Eiserne Vorhang durchlässig wurden. Für die Region rund um den ehemaligen Grenzübergang Herleshausen-Wartha Grund genug, um dankbar zurückzublicken.

VON EMILY SPANEL

Herleshausen – Ganz genau 30 Jahre ist es am 9. November her, dass die Berliner Mauer und danach der gesamte Eiserne Vorhang durchlässig wurden. Für die Region rund um den ehemaligen Grenzübergang Herleshausen-Wartha Grund genug, um dankbar zurückzublicken. Zum festlichen Gedenken laden die Mitglieder des Werratalvereins, Zweigverein Südringgau, des Rennsteigvereins 1896 und die evangelischen Pfarrämter in Herleshausen nun am morgigen Samstag, 9. November, ein.

Der Gottesdienst

Ab 13 Uhr findet in der Herleshäuser Burgkirche St. Bartholomäus ein Gottesdienst mit Prälat Bernd Böttner statt. Bernd Böttner stammt aus der Region und wird von seinen Erlebnissen mit dem „kleinen Grenzverkehr“ berichten. Ins Gespräch kommen im Gottesdienst auch Menschen aus der Region, die von ihren Erfahrungen mit dem Leben im Zonenrandgebiet und den Ereignissen im November 1989 berichten. Der Flötenkreis der Kirchengemeinde Herleshausen wird den Gottesdienst musikalisch mitgestalten. Im Anschluss bleibt Zeit zur Begegnung und für einen Imbiss.

Die Meditation

Wer möchte, kann sich bereits eine Stunde früher, ab 12 Uhr, an der Lauchröder Brücke einfinden. Dort startet eine meditative Wanderung mit dem Pfarrerehepaar Beyer und Pastor Mike Zacharias. Ab 12.50 Uhr wird der Feiertag offiziell an der Burgkirche in Herleshausen durch die Mitglieder des Rennsteigvereins, Ortsgruppe Hörschel-Eisenach, eröffnet.

Die Wanderung

Um 14.30 Uhr schließlich startet eine Wanderung durch die Werraaue zum Blauen Wunder (Göringen). Weiter geht es auf dem Dammweg der Werra entlang bis nach Wartha. Dann wird nach Neuenhof gewandert, über das Schloss und den Neuenhöfer Park nach Hörschel. Auf der Wanderung ist immer wieder für Überraschungen gesorgt. Wanderführer ist der Herleshäuser Klaus Gogler. Wer nicht mitlaufen möchte, kann sich bereits ab 15 Uhr im Tor zum Rennsteig in Hörschel einfinden – dort wird später gemeinsam mit den Wanderern gefeiert.

Der Abschluss

Am Ziel Hörschel angekommen, wird der Abend mit einer gemeinsamen Feier zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung beendet. Ab 19 Uhr laden Pfarrer Dr. Michael Beyer und Pastor Mike Zacharias ein zur Friedensandacht in der Kirche in Hörschel. Eine Besichtigung des Gotteshauses ist an diesem Tag zu jeder Zeit möglich.

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