In einer Ausstellung zur Pferdegeschichte spielt Altefelds Dark Ronald eine Hauptrolle

Hengst war sein Geld wert

Dark Ronald: Der Prachthengst ist Begründer der bedeutendsten deutschen Vollblutlinie. Foto: privat

Altefeld. Pferde-Geschichten - Vom Urpferd zum Sportpferd - unter diesem Motto steht eine Ausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg. Vom Samstag, 12. Oktober, bis 9. März 2014 öffnet das Landesmuseum seine Türen, präsentiert die Ausstellung einen ebenso geschichtlich wertvollen wie sportlich interessanten Querschnitt der Geschichte. „Die Ausstellung, in der Gestüt Altefeld eine zentrale Rolle zukommt, zeigt die verschiedenen Stationen von der evolutiven Entwicklung über die Domestikation der Huftiere bis hin zur heutigen Pferdezucht und -haltung“, so Manfred Graf.

Bezogen auf Altefeld ist Dark Ronald der Mittelpunkt, der englische Vollblüter, Stempelhengst der deutschen Vollblutzucht des 20. Jahrhunderts, der auf Gestüt Altefeld sein segensreiches Wirken begann. Gekauft vom preußischen Oberlandstallmeister Burchard von Oettingen, dem Gründer von Gestüt Altefeld, wechselte Dark Ronald für die damals enorme Summe von 25 000 Pfund (500 000 Goldmark) den Besitzer.

Trotz des sehr hohen Preises erwies sich Dark Ronald als eine der besten Investitionen aller Zeiten in der deutschen Pferdezucht. Ein Stempelhengst zeichnet sich beim Englischen Vollblut dadurch aus, dass nicht nur seine unmittelbaren Nachkommen, sondern auch die der späteren Generationen auf der Rennbahn eine hervorragende Figur machen. Genau diese Eigenschaft zeichnete Dark Ronald vor allen anderen Deckhengsten in Deutschland aus.

Die von ihm begründete Linie über Alchimist, Birkhahn, Literat und Surumu ist immer noch die bedeutendste Vollblutlinie in Deutschland. Aber auch in der deutschen Warmblutzucht hat er einen gewaltigen Einfluss, weil Beschäler wie Capitol I, Cor da la Bryere, Amerigo Vespucci xx und Pasteur xx in direkter Vaterlinie auf Dark Ronald zurückgehen.

Neben Dark Ronald ist Gestüt Altefeld in Oldenburg mit einem Gemälde von Ludwig Koch (k+k-Hofmaler in Wien) vertreten, das seinen Platz im Gestütsmuseum auf den Höhen des Ringgaus hat.

„Es ist für uns eine Ehre, dass wir einen kleinen Beitrag zu dieser Ausstellung leisten dürfen und es erfüllt uns mit gewissem Stolz, dass man auch in Oldenburg auf unser Museum aufmerksam geworden ist“, sehen Manfred und Doris Graf mit Spannung der Ausstellung entgegen, deren Matinee von Dr. Peter Rene Becker (Direktor des Landesmuseums Natur und Mensch), Dr. Anette Schwander (Leiterin der Abteilung Kultur im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Dr. Ulf Beichle (Leiter der Abteilung Naturkunde im Landesmuseum) und Dr. Jens Lorenz Franzen, er hält den Einführungsvortrag „Die Evolution der Pferde“, gestaltet wurde. (red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare