Lebendige Erinnerung an der Werra

Herlesausener und Lauchrödener feiern ihre Brücke

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Gemeinsam gefeiert: Uwe Müller, Ortsteilbürgermeister Lauchröden, hält eine Ansprache während Klaus Gogler und Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld das Transparent halten.

Herleshausen/Lauchröden. Vor 25 Jahren wurde zwischen Ost und West eine Brücke geschlagen: Herleshausen und Lauchröden bekamen eine Fußgängerbrücke über die Werra. Das wurde Dienstagabend ordentlich gefeiert.

„Laßt uns Brücken bauen“, sagten sich die Lauchrödener und Herleshausener im Herbst vor 25 Jahren. Am Morgen des 23. Dezember 1989 war es soweit: Die neue Fußgängerbrücke über die Werra wurde feierlich eröffnet. Nach 40 Jahren Trennung durch Stacheldraht und Mauer brachte sie die Nachbarn wieder zusammen. Fast unbürokratisch machte das Land Hessen damals kurzfristig Geld locker, um die Brücke zu bauen. Das damals gegebene Versprechen, den Jahrestag der neu gewonnenen Freiheit in lebendiger Erinnerung zu bewahren, ist eingehalten und inzwischen schöne Tradition geworden.

Die Werra ist nicht mehr „der breiteste Fluss der Welt”, wie Pfarrer Dr. Claus Fischer es einmal formulierte. So trafen sich auch jetzt wieder einige hundert Nachbarn und Freunde im Lichterschein an der festlich geschmückten Brücke. Die Lauchaer Blasmusikanten liefen wie vor 25 Jahren wieder von Herleshausen zur Werrabrücke nach Lauchröden. Eingeladen dazu hatten Uwe Müller als Ortsteilbürgermeister von Lauchröden, der Bürgermeister von Herleshausen Burkhard Scheld, sowie der Sportverein „Concordia“ Lauchröden, der Bratwürste vom Grill anbot.

Nach guten Gesprächen über die damaligen Erlebnisse am Fluß ging es in den „Löwensaal“, wo Bilder und Filme aus der Zeit der Brückeneröffnung gezeigt wurden. Zeitzeugen schilderten ihre Gefühle von damals und heute. Mittlerweile im vierten Jahr wurde im „Löwensaal“ auch die Spendenbox für das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz ausgezählt. In diesem Jahr wurde nicht nur in Lauchröden gesammelt. Franka Göpel – im Bild mit den Geldboxen links mit Ortsteilbürgermeister Uwe Müller - hatte im August bei der Eröffnung ihres Beautysalons „Naturkosmetik“ in Herleshausen eine Tombola zu Gunsten des Kinderhospizes veranstaltet. Seit dieser Zeit sammelte sie fleißig in ihrem Salon. Insgesamt kamen so rund 1 500,- Euro zusammen. Der Abend klang mit Livemusik zur Weihnachtszeit besinnlich aus. (ko)

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