Fünf Gründe, warum der Lauchröder Karneval gut ankam

Herleshäuser feiern Karneval im Nachbardorf Lauchröden anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums

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Volles Haus und gute Stimmung: Der Lauchröder Carnevals-Club hatte die Herleshäuser Bürger anlässlich ihres 1000-jährigen Jubiläums zu einer Exklusivvorstellung eingeladen.

Lauchröden – Der Lauchröder Carnevals-Club lud die Herleshäuser Bürger anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums zu einer Exklusiv-Vorstellung ein. Fünf Gründe, warum sich der Besuch gelohnt hat:

Ein dreifach donnerndes „Germania – helau, helau, helau“ ist schon fast ihr Vater Unser und mit einem Narhallamarsch geht’s traditionell über die Brücke nach Herleshausen. So wird der Karneval in Lauchröden, dem 976-Seelen-Dorf im Westen des Wartburgkreises, angrenzend an die Gemeinde Herleshausen, nun schon zum 55. Mal gefeiert.

1. Hand in Hand. „Es war eine besondere Sitzung“, so der Tenor von vielen Besuchern. Uwe Möller, der Vizepräsident der Karnevalssitzung, betonte ausdrücklich: „Das Schubladendenken zwischen Ost und West gibt es bei uns nicht. Wir sind Hessen und Thüringer zugleich. Das sieht man vor allem an der guten Zusammenarbeit in den Vereinen.“ Übrigens: Zur1000-Jahr-Feier in Herleshausen kommt eine mittelalterliche Reisegruppe aus Lauchröden am 2. Juni 2019 zum stehenden Festzug „Lebendige Dorfgeschichte(n)“ und gewährt spannende Einblicke in die Zeit als die Dörfer noch jung waren.

Der Kinderchor schaffte es schnell, das Eis in der Halle zu brechen.

2.  Kinder entfachen Stimmung. Nach dem stimmungsvollen Auftakt der Tanzmariechen Merle Kaufmann, Jasmin Bernhardt und Johanna Wolf ließ der Kinderchor von Sarah Penno zum ersten Mal die Lachmuskeln der rund 300 Gäste zucken. Das Eis brach und das Publikum wurde schon früh mitgerissen.

3. Fleißig gedreht. Fred Stück und Heiko Kerst drehten fleißig an der Drehorgel. Zug um Zug kam ein Thema nach dem anderen auf den Tisch. Das Duo ging auf das Leben ohne Zeitung ein. Für sie ein unerträglicher Zustand. In diesem Zuge monierte das Stück: „Die Alten sind eh egal.“ Ihr Fett bekamen auch Angela Merkel und die Autoindustrie weg. Die Frage, warum die Herleshäuser so alt geworden sind, beantworteten Stück und Kerst kurz und knapp mit zwei Worten: „Eschweger Klosterbräu.“

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4.  Aus der Bierlaune. Der 25-köpfige Knabenchor des TSV Herleshausen 1869 gründete sich vor 25 Jahren. „Wir haben uns aus der Bierlaune heraus gegründet“, erzählte Achim Wiltuzky, „eigentlich kann nur die Hälfte richtig singen, der Rest trifft keinen Ton.“ Auf der Bühne gaben Gerhard Biehl, Peter Bauer und Co. mit Begleitung des Akkordeonspielers, dem Ehrenvorsitzenden Harald Biehl, bei ihrem Vereinslied „Grün und Weiß“ trotzdem eine gute Figur ab, obwohl nicht jeder Ton zu hundert Prozent passte. Tobias Schucht, Tobias Hauss und Philip Burgheim begleiteten den Chor mit der Gitarre sowie Andreas Deist am Cajon.

5. Bleib daheim. Und dann gab es sogar noch eine Lokalrunde. Doktor Hans-Peter Marsch schritt auf die Bühne und bedankte sich mit einem Lächeln auf den Lippen für den Vers „Bleib daheim mit deinem Arsch, den gelben Schein gibt’s bei Dr. Marsch“. Nach ein Uhr war Schluss. So viel hatte der Karneval in Lauchröden noch nie zu bieten. Über fünf Stunden wurde gelacht, geklatscht, geschunkelt und natürlich ordentlich gefeiert. 

VON MARVIN HEINZ

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