Antworten im Schnellcheck

Telefonumfrage: Herleshäuser sehen Handlungsbedarf bei hausärztlicher Versorgung

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Anziehungskraft: Die hat Herleshausen in jedem Fall – vermarktet werden soll sie nach Meinung der Einwohner aber besser. Zum Beispiel mit speziell auf Familien zugeschnittenen Angeboten. 

Herleshausen – Was bewegt Herleshausen? Um das herauszufinden, hat die Werra-Rundschau eine Telefonumfrage in Auftrag gegeben. 60 Herleshäuser haben geantwortet – die Antworten im Schnellcheck.

Wir wollten wissen: Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um dringend benötigtes Gewerbe anzusiedeln?

Für über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) eine klare Sache: Die Infrastruktur Herleshausens muss verbessert werden. Handlungsbedarf sehen die Herleshäuser vor allem in Sachen Gesundheit undhausärztlicher Versorgung. Eine Verbesserung hinsichtlich der Schul- und Kindergarten-Angebote wünschen sich elf Befragte; niedrigere Gewerbesteuern zehn. 

Was wird bereits getan?

Langfristig angesetzt ist der Aufbau eines regionalen Gesundheitsnetzes. Das Projekt ist interkommunal angelegt; das Gesundheitszentrum wird in Sontra entstehen. Ärzte werden derzeit gesucht. Und auch der Kindergarten ist im Umbruch, eine Erweiterung innerhalb der nächsten zwei Jahre ist vorgesehen.

Wir wollten wissen : Welche Forderungen haben Sie an die Politik, um Ärzte in die Gemeinde zu locken?

Hier sind die Ideen der Herleshäuser gefragt. Jeweils 27 Prozent sprachen sich dafür aus, eine Praxisgründung zu subventionieren beziehungsweise ein Ärztehaus oder eine Poliklinik zu errichten. Zwölf Befragte schlugen vor, Ärzte direkt bei der Kommune anzustellen; elf Herleshäuser votierten dafür, eine Landarztquote festzulegen. In dem Angebot, Weiterbildungen für junge Ärzte anzubieten, sehen 13 Prozent eine Lösung.

Wir wollten w issen: Wie kann die Gemeinde Herleshausen ihre touristische Anziehungskraft besser nutzen?

Indem sie mehr Angebote für Familien und Kinder unterbreitet, sagen 27 Prozent der Befragten. 15 Befragte möchten mehr Übernachtungsmöglichkeiten in ihrer Gemeinde; für eine interessantere Präsenz im Internet und ein moderneres, jüngeres Image votieren jeweils 19 Prozent der Herleshäuser.

Was wird bereits getan?

Möglich ist nach wie vor die Anbindung Herleshausens an den Werra-Kanuwanderweg; Gespräche bezüglich der Bootsumtragestelle in Wommen mit allen Beteiligten laufen. Ein vollständig überarbeiteter Internetauftritt der Gemeinde ist erst im vergangenen Frühjahr online gegangen.

W ir wollten wissen: Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um junge Familien von den Vorteilen der Gemeinde Herleshausen zu überzeugen?

Es müssen Arbeitsplätze geschaffen werden, fordert nahezu die Hälfte der Befragten (48 Prozent). Jeweils 13 Herleshäuser fordern, Grundstücke günstiger auszugeben – und mehr Werbung für die Gemeinde zu machen. 18 Prozent sprechen sich für einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs aus.

Was wird bereits getan?

Große Hoffnungen ruhten in der Vergangenheit auf der Möglichkeit eines Neubaus der Tank- und Rastanlage Werratal-Süd. Nach einigen Querelen soll das Projekt in die Ausschreibungsphase gegangen sein. Von Beginn an war Herleshausen zudem Teil der Pilotregion „Mobilfalt“ – ein NVV-Modellprojekt für mehr Mobilität im ländlichen Raum.

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