Unterricht im Container

An der Südringgauschule werden Klassenzimmer durch Mobilbauten geschaffen

Das Gerüst steht: Bürgermeister Burkhard Scheld vor den im Aufbau befindlichen Schulcontainern im Außenbereich der Südringgauschule. Bis Montag soll die Elektronik gelegt, die Heizung eingebaut und das Mobiliar gestellt sein. Foto: Sp anel

Herleshausen. Auf dem Schulhof der Südringgauschule in Herleshausen wird derzeit fleißig gewerkelt: Sogenannte Schulcontainer werden aufgebaut.

Mit den imposanten Mobilbauten reagiert der Landkreis als Schulträger auf die gestiegenen Schülerzahlen und den erhöhten Platzbedarf für die nachmittäglichen Betreuungsgruppen. Pünktlich zum Schulstart am kommenden Montag sollen die neuen Klassenräume im Außenbereich genutzt werden können.

„Landkreis und Kommune haben auf die veränderten Anforderungen in diesem Schuljahr reagiert und hervorragend zusammengearbeitet“, sagt Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld.

12 000 Euro von Gemeinde

Bereits zu Jahresbeginn hatte Schulleiterin Ursula Rauschenberg die Gemeindevertretung über das sich anbahnende Platzproblem unterrichtet (wir berichteten).

So wird in der Südringgauschule eine umfassende und pädagogisch wertvolle Betreuung der Schüler ab Schulschluss bis 16 Uhr am Nachmittag angeboten. Überdurchschnittlich viele Eltern haben sich nun dafür entschieden, von diesem Angebot – dem Profil 1 – Gebrauch zu machen. Die bisherigen zwei Gruppen wurden durch zwei Erzieherinnen und eine dritte Kraft betreut. „Nun wird eine zusätzliche dritte Gruppe nötig“, erläutert Burkhard Scheld. Für die entsprechende Betreuung bedürfe es einer zusätzlichen Erzieherin sowie einer weiteren Aushilfskraft. „Die entstehenden Kosten von 12 000 Euro pro Jahr trägt die Gemeinde, das Personal stellt die Kirche“, sagt Scheld.

Mit der Anlieferung der Container sei nun erst einmal das drängendste Problem gelöst. Auf dem Außengelände geschaffen werden nun sowohl ein zusätzlicher Klassenraum – unterrichtet werden sollen hier die Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufen – als auch Platz für die Nachmittagsbetreuung. „In der Kürze der Zeit hätte keine bessere Lösung im Sinne der Schüler gefunden werden können“, sagt der Bürgermeister. Die Container befänden sich auf dem neuesten technischen Stand und erlaubten einen komfortablen Unterricht, der kaum einen Unterschied zum herkömmlichen Klassenraum erkennen lasse. „In den kommenden Tagen wird die Elektronik verlegt“, sagt Burkhard Scheld, „und auch eine Heizung wird eingebaut“. Vor Schulbeginn folge die Möblierung, sodass das enge Zeitkorsett eingehalten werden könne.

Von Emily Spanel 

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