150 Jahre TSV, 110 Jahre vereinseigene Turnhalle, 100 Jahre Fußballabteilung

Alles an einem Wochenende: Der TSV Herleshausen feiert gleich drei Jubiläen

Ehrung der TSV-Fußballer (von links): Stefan Reuß, Matthias Biehl, Andreas Braun, Friedhelm Rimbach, Gerhard Biehl, Peter Bauer, Achim Wilutzky, Reiner Eichholz. Fotos: Harald Triller

Festkommers, Vereinsabend, Gottesdienst: Der TSV Herleshausen lässt zum 150-jährigen Bestehen viele Zahlen sprechen. Die Aktivitäten im Jubiläumsjahr wurden aber weit gestreut.

Mit der Herbstwanderung des Turngaus Werra am 20. Oktober und der Tischtennis-Show der Altstars schließt sich am 10. November der Kreis.

Apropos Zahlen: Der überaus engagierte und allseits gelobte erste Vorsitzende Gerhard Biehl ging bei seiner Begrüßung und seiner Festrede auf das Dreifachjubiläum 150 Jahre TSV, 110 Jahre vereinseigene Turnhalle und 100 Jahre Fußballabteilung mit launigen Worten ein. Dabei kam so manche Anekdote zum Vorschein. Beispiel: „Die Beweggründe, warum zwölf junge Männer am 20. September 1869 den Turnerbund Herleshausen gegründet haben, die kennen wir leider nicht. Aber wir wissen, dass in der Tischlerwerkstatt von Peter Baum die ersten Turnstunden abgehalten wurden“, so der Vorsitzende.

„Als 1908 die landgräfliche Verwaltung dem Verein die Nutzung des damaligen Turnplatzes im Schlosspark aufkündigte, wurde kurzerhand der Bau der vereinseigenen Turnhalle realisiert und bereits 1909 eingeweiht“, lobte Gerhard Biehl die fleißigen Vorfahren. Und als 50 Jahre nach der Gründung, 1919, der Fußball ins Leben gerufen wurde, weckte der Name FC „Pfeil“ Herleshausen bei Gerhard Biehl eine Idee: „Die Gründer müssen glühende Anhänger von Karl May gewesen sein“, schmunzelte er. Sein abschließender Wunsch nach der halbstündigen Festrede: „Lasst uns unter Wahrung alter Traditionen die Strukturen vorausschauend den geänderten Verhältnissen anpassen.“

Es blieb zunächst bei den Zahlen, denn Stefan Reuß gratulierte gleich zweimal, erst als Landrat von 100 000 Einwohnern des Werra-Meißner-Kreises und als Präsident vom Hessischen Fußball-Verband für die knapp 530 000 Mitglieder. Er bezeichnete seinen persönlichen Eingang in die Chronik als nette Geste: „Ich habe im Trubel der Grenzöffnung am 12. November 1989 das Serienspiel der SG Herleshausen/Nesselröden gegen Sontra als Schiedsrichter geleitet“, zeigte sich der Landrat angetan, dass in Herleshausen viele Sportler eine Heimstatt gefunden haben. Wie immer bei solchen Anlässen hatte er eine DFB- und HFV-Wundertüte voller Geschenke dabei, natürlich auch als Landrat.

Doppelte Gratulation: Stefan Reuß war als Landrat und HFV-Präsident zu Gast.

Bürgermeister Lars Böckmann lobte das Gemeinwesen im TSV: „Ihr habt viele Zweikämpfe geführt und dabei das Gewinnen und Verlieren sowie den Respekt zum Gegner gelernt.“

Pfarrer Manfred Gerland, der für die erkrankte Pfarrerin Katharina Siebert gratulierte, war angetan von der hohen Mitgliederzahl: „Und wenn von 700 Mitgliedern die Hälfte Kinder und Jugendliche sind, dann verdient das besondere Anerkennung.“

Der stellvertretende Sportkreisvorsitzende Achim Kraus fand Unterstützung im Vizepräsidenten des Landessportbundes, Helmut Meister. Sie bezeichneten den TSV als soziale Tankstelle und Motor der Integration. Auch die Turngau-Vorsitzende Magdalena Weidner hatte den Ehrenvorsitzenden des Hessischen Turnverbandes, Rolf-Dieter Beinhoff, dabei. „Wenn wir auch nicht mehr im herkömmlichen Sinne vom Turnsport sprechen, so decken die Angebote in der Gymnastik eine breite Plattform ab“, so das Duo.

100, 110, 150: Die Jubiläumsfeiern des TSV Herleshausen

Der stellvertretende Kreisfußballwart Reiner Eichholz und Tischtennis-Kreiswart Thomas Freitag adressierten ebenfalls lobende Worte an den Jubilar und haben das ehrenamtliche Wirken hervorgehoben. Und bevor sich Gerhard Biehl bei allen Helfern, die den Kommers mitorganisiert haben, sowie beim Posaunenchor Herleshausen unter der Leitung von Andreas Aßmann bedankte, gratulierte Achim Wilutzky im Namen der örtlichen Vereine und der befreundeten Gastvereine.

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