Gewerbesteuer sprudelt

Gemeinde legt ausgeglichene Jahresrechnung für 2017 vor

+
180608DUS930

Herleshausen. Den wohl wichtigsten Tagesordnungspunkt – die Einbringung der Haushaltssatzung und des-plans 2018 – mussten die Gemeindevertreter Herleshausens am Dienstagabend von der Tagesordnung ihrer letzten Zusammenkunft im laufenden Jahr streichen.

Das Zahlenwerk lag schlicht nicht vor – der Kämmerer befinde sich im Krankenstand, sagte Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld.

Eine Situation wie diese, erklärte der Bürgermeister, der sich zuvor vehement für eine Einbringung des Haushalts zu einem möglichst frühen Zeitpunkt ausgesprochen hatte, solle nicht vorkommen. Doch schnell adäquaten personellen Ersatz zu finden, wie aus den einzelnen Fraktionen nachgefragt, sei „in einer kleinen Verwaltung nicht nur ein fachliches, sondern auch ein zeitliches Problem“. Vertagt wurde der Tagesordnungspunkt nun zunächst auf die kommende Sitzung der Gemeindevertretung im Januar.

Nichtsdestotrotz hatte der Bürgermeister gute Nachrichten zu verkünden – mehr noch: „Sehr gern“ berichte er den Kommunalpolitikern vom Haushaltsvollzug des Jahres 2017. So werde nicht nur das Schutzschirm-Ziel erreicht – 2017 könne auch eine ausgeglichene Jahresrechnung vorgelegt werden. „Die Verbesserungen vollziehen sich überwiegend im Bereich der Erträge und dort vor allem im Bereich der Steuern“, legte Scheld dar. Nicht nur die Einkommens-, auch die Gewerbesteuer habe sich erstmals sehr gut entwickelt. Würde ein ähnlich positiver Abschluss auch 2018 vorgelegt, könnte die Gemeinde Herleshausen früher als geplant aus dem Schutzschirm entlassen werden.

Kritisch debattiert haben die Gemeindevertreter über das Thema der Gebührenbefreiung für Eltern in Kindertagesstätten ab dem Sommer des kommenden Jahres. Neben den finanziellen Nachteilen – die aktuellen Beitragssätze für sechs Stunden belaufen sich in Herleshausen auf 180 Euro; vom Land fließen aber nur 136 Euro, was bedeutet, dass der Differenzbetrag von 44 Euro pro Kind und Monat von der Gemeinde getragen werden muss – werden Kapazitätsprobleme im Gebäude und in der Findung von mehr Personal zu meistern sein.

„Klar ist aber auch: Wenn Herleshausen nicht mitzieht, werden die Falschen bestraft – die Eltern“, sagte Scheld. Erwogen werden müsse stattdessen eine Klage gegen die Gesetzgebung des Landes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare