Herleshausen plant Erweiterungsbau für den Kindergarten

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Ist zu 100 Prozent ausgelastet: der Kindergarten in Herleshausen. Eine Übergangslösung ist gefunden; geplant ist ein Erweiterungsbau, um dauerhaft mehr Platz zu schaffen. 

Herleshausen. An Nachwuchs mangelt es der Gemeinde Herleshausen nicht – eine rundherum gute Nachricht, wenn, ja wenn es nicht einen Haken gebe: Der Kindergarten ist mittlerweile an seiner Kapazitätsgrenze angelangt.

 „Demgegenüber stehen weitere 17 Neuanmeldungen“, erläuterte Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann der versammelten Gemeindevertretung am Dienstagabend. Um allen Kindern (und Eltern) ihren Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zu ermöglichen, sind kreative Lösungen gefragt.

Der Übergang

Vorerst wird eine Gruppe des Kindergartens umziehen – und zwar in einen Raum des benachbarten evangelischen Altenheims. Diese Lösung sei unter allen möglichen Optionen die beste, sagte Lars Böckmann. „Genau in Augenschein genommen worden sind seit dem Spätsommer mehrere Objekte“, ergänzte Anette Wetterau, die in dieser Zeit die Vertretung des ehemaligen Bürgermeisters Burkhard Scheld übernommen hatte. Der nun gefundene Raum sei ausreichend groß, saniert und mit Küche sowie Sanitäranlagen ausgestattet.

Die Mitsprache

Für zwei Jahre könne der Raum gemietet werden, sagte Lars Böckmann. Abgesprochen sei dieser Zeitraum mit sämtlichen Verantwortlichen vom Jugendamt über den kirchlichen Träger bis hin zu den Eltern. „Das Ziel“, so der Bürgermeister weiter, sei es, eine dauerhafte Lösung zu entwickeln – auch, um eine entsprechende Infrastruktur vorzuhalten, um noch mehr junge Familien vom Wohnstandort Herleshausen überzeugen zu können.

Die Planung

Um einen Kita-Erweiterungsbau anzugehen, bedarf es einer detaillierten Vorplanung. „Dazu kommt ein gewisser Zeitdruck“, sagte Lars Böckmann: 2019 müssten selbige nach Möglichkeit komplett abgeschlossen sein, um ab Herbst die Ausschreibungen herausgeben und entsprechende Bauaufträge vergeben zu können.

Der Beschluss

Einstimmig beschlossen haben die Kommunalpolitiker, rasch in eine Phase der konkreten Planung einzutreten. Zeitnah sollen nun Kostenvoranschläge, Leistungsverzeichnisse etc. eingeholt werden – geschätzte finanzielle Größenordnung allein dafür: rund 30 000 Euro.

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