107 Auszeichnungen zum Sportehrentag vergeben

Tamara Lotz ist Sportlerin des Jahres im Werra-Meißner-Kreis

TamaraLotz Foto:  nh

Großalmerode/Herleshausen. Tamara Lotz ist Sportlerin des Jahres im Werra-Meißner-Kreis. Bei der Sportehrentag-Gala in der Aula der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode wurde die Herleshäuserin von rund 250 Gästen gefeiert.

Den lang anhaltenden Applaus hatte sich die 16-jährige Karatekämpferin redlich verdient. Immerhin holte sie sich in diesem Jahr in ihrer Altersklasse den Titel der Deutschen Meisterin – und das bereits zum wiederholten Mal. Für Lotz, die nicht nur vier- bis sechsmal wöchentlich im Landesleistungszentrum in Waltershausen trainiert, sondern seit geraumer Zeit auch dem Deutschen Nationalkader angehört, könnte 2018 ein ganz besonderes Jahr werden. Da wird die Elftklässlerin bei der Europameisterschaft in Sotschi (Russland) antreten.

Kurzweilig, wenn auch nicht ganz pannenfrei moderiert von Kreisfußballwart Horst Schott nahmen am Sportehrentag nicht weniger als 107 Einzelsportler, Mannschaften und Funktionäre eine Besten-Ehrung entgegen. Auch wenn der Großteil von ihnen aus dem Raum Eschwege kam, waren wieder Sportler aus dem Altkreis Witzenhausen unter den Geehrten. Neben Delia Reuther und Amelie Wachsmuth vom Schul-Sport-Club (SSC) Bad Sooden-Allendorf erhielt der Großalmeröder Mieczyslaw Maczka eine Auszeichnung. Er hatte sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche internationale Titel im Bankdrücken gesichert.

Auf der Bühne fehlen durften natürlich auch nicht die erfolgreichen Teams des SV 1974 Ermschwerd (Tischtennis) und des TSG Fürstenhagen (Fußball).

Haben sich in diesem Jahr mit dem Aufstieg belohnt: Die Tischtennisspieler Christoph Heidrich (von links), Michael Tusch, Mirko Müller, Heiko Blessmann und Michael Wiesendorf vom SV Ermschwerd schafften erstmals den Sprung in die Verbandsliga. Foto:  Schröter

„Wir sind stolz, solch tolle Sportler in unserem Landkreis zu haben“, betonte Landrat Stefan Reuß. Die Veranstaltung zeige immer wieder, wie viele Talente es im Werra-Meißer-Kreis gebe. „Und das eben auch in Sportarten, die nicht so bekannt sind.“ Der Dank des Landrates ging zum einen an die Jury, die sich die Arbeit bei der Auswahl der Besten nie leicht mache, zum anderen an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in den Vereinen tätig sind. „Wenn im Amateursport nicht viele an einem Rädchen drehen würden, dann würde das alles gar nicht funktionieren.“

Unterhalterischer Höhepunkt einer insgesamt gelungenen Veranstaltung war definitiv das Interview, das Horst Schott mit Ehrengast und Kult-Fußballtrainer Dragoslav Stepanović führte. Nachdem der 69-jährige Ex-Coach von Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen, der vor Lebensfreude nach wie vor nur so sprüht, einige Anekdoten aus seiner Sportlerkarriere zum Besten gegeben hatte, berichtete er von seinem Engagement als Trainer der Hessenauswahl geistig behinderter Fußballer. „Vor allem die Art und Weise, wie sich diese Kinder freuen können, ist einzigartig“, sprach er „von einer großartigen Aufgabe, bei der man sehr viel zurückbekommt“.

Und für Sportler, die einen Rückschlag erleben und sich einmal ganz am Boden fühlen, hatte er einen seiner bekanntesten Sprüche parat: „Lebbe geht immer wieder“, meinte „Stepi“ in seiner unnachahmlichen Art. 

Von Per Schröter

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