Nessebrücke vor Abbruch

Baubeginn frühestens 2021: Hessen Mobil plant Behelfsbrücke in Nesselröden

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Hessen Mobil hat die Nessebrücke mit einer Platte verstärkt: Das Überfahren mit 16 Tonnen Fahrzeuggewicht ist möglich – so soll die Umleitungsstrecke über Altefeld entlastet werden .

Wie geht es weiter mit der Nessebrücke im Herleshäuser Ortsteil Nesselröden? Die 120 Jahre alte Bogenbrücke ist ein Nadelöhr des südlichen Ringgaus; verbindet Nesselröden, Markershausen und Holzhausen mit den wichtigen Verkehrsadern B 400 und A 4.

Mit der Entscheidung Hessen Mobils im vergangenen Herbst, das historische Bauwerk zu ertüchtigen, fürchteten ansässige Unternehmen, vom Lieferverkehr abgeschnitten zu sein, bangten gar um ihre Existenz (wir berichteten).

„Aktuell prüft Hessen Mobil die Voraussetzungen für die Errichtung einer Behelfsbrücke, die eine höhere Belastung zulässt und damit die derzeitigen Einschränkungen für den Lieferverkehr, die Holztransporte und den landwirtschaftlichen Verkehr minimiert“, erklärt Joachim Schmidt, Presseverantwortlicher von Hessen Mobil, auf Anfrage unserer Zeitung.

Durch Platte verstärkt 

Noch im vergangenen Oktober hatte Hessen Mobil die bestehende Brücke durch eine Platte verstärkt. Damit ist derzeit ein Befahren mit einem tatsächlichen Fahrzeuggewicht von 16 Tonnen in Schrittgeschwindigkeit möglich.

Für die angedachte Behelfsbrücke nun komme eine unmittelbare Parallellage zur bestehenden Brücke über die Nesse infrage – entweder Unter- oder Oberstrom. Zurzeit werde die technische Machbarkeit beider Varianten untersucht, erklärt Joachim Schmidt.

„Das Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern, der Natur- und Denkmalschutzbehörde vorausgesetzt, ist mit einem frühestmöglichen Baubeginn im Jahr 2021 zu rechnen.“

Keine verbindlichen Termine

Sollte es darüber hinaus nötig sein, ein Planfeststellungsverfahren vorzubereiten, verzögere sich der Baubeginn weiter. „Vor diesem Hintergrund können zurzeit keine verbindlichen Termine oder Kosten hinsichtlich der Errichtung einer Behelfsbrücke genannt werden“, schränkt der Pressesprecher ein – die Errichtung einer Behelfsbrücke aber sei die zwingende Voraussetzung für den Abbruch und den Ersatzneubau der Nessebrücke. 

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