Neue Zahnarztpraxis kommt

In Herleshausen wird viel investiert 

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Wird saniert: die Südringgauschule in Herleshausen. Hier steht Bürgermeister Burkhard Scheld vor den Container.

Herleshausen. Es tut sich was in Herleshausen – das sagt Bürgermeister Burkhard Scheld mit Blick auf die Investitionen, die seine Gemeinde im kommenden Jahr tätigen will.

 Gleich zwei größere Posten wurden bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend eingeplant.

So werden mindestens 150 000 Euro prioritär für die Sanierung des gemeindeeigenen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes in der Bahnhofstraße 13 zur Verfügung gestellt. Dort soll unter anderem die Wohnung im ersten Stock wieder hergerichtet werden, zudem soll es einen barrierefreien Zugang für das Erdgeschoss geben. „Der ist für die Zahnarztpraxis wichtig, die in die Räumlichkeiten im Erdgeschoss einziehen will“, sagt Scheld. Denn ein Arzt aus Sontra plane in dem Gebäude seine Zweigstelle, möchte noch im Winter mit den Bauarbeiten beginnen. Während die von der Gemeinde mit 20 000 Euro und dem regionalen Gesundheitsnetz mit 25 000 Euro mitfinanziert werden, müsse der Arzt für die Ausstattung selbst aufkommen. „Im kommenden Jahr soll nach Möglichkeit alles fertig sein.“

Ginge es nach Scheld, gilt das auch für die zweite große Investition: die Umgestaltung des Schulhofes der Südringgauschule. „Wünschenswert wäre es natürlich, wenn die Arbeiten in den Sommerferien abgeschlossen werden könnten.“ 190 000 Euro werden in insgesamt sechs Projekte investiert, die den Schulhof zu einem schöneren und gern genutzten Ort in den Pausen machen soll: Der Bolzplatz soll künftig quer und nicht mehr längs bespielbar sein, damit sich mehr Kinder austoben können. Auch ein neues Spielgerät soll angeschafft werden. Zudem ist geplant, die Asphaltdecke vor der Mehrzweckhalle, die einem Flickenteppich gleicht, zu erneuern; das Buschbeet in der Mitte des Schulhofes soll zudem einem Schatten spendenden Baum mit darunter aufgestellten Sitzgelegenheiten weichen.

Finanzieren muss die Gemeinde dieses Großprojekt aber nicht allein: Zu 70 Prozent wird das aus dem Stadtumbauprogramm finanziert, die restlichen 57 000 Euro teilen sich Herleshausen und der Kreis als Schulträger gleichermaßen.

Über andere Zahlen hat sich der Herleshäuser Bürgermeister erst gefreut, dann aber doch geärgert: Die Planungsdaten aus dem kommunalen Finanzausgleich weisen der Kommune für 2018 gut 73 400 Euro mehr Schlüsselzuweisungen als noch in diesem Jahr zu. „Da dadurch aber auch die Kreisumlage steigt und wir bei gleichbleibenden Hebesätzen dann gut 153 100 Euro mehr bezahlen müssen, errechnet sich eine Mehrbelastung von knapp 80 000 Euro“, schimpft Scheld – leider war den Planungszahlen nicht zu entnehmen, wie er die kompensieren soll. „Auch dank dieses zusätzlichen Problems wird das ein dickes Brett für 2018“, sagt er im Hinblick auf die Einhaltung der Ziele des Schutzschirmes.

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