Die Jugendfeuerwehr Nesselröden feiert große Erfolge

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So sehen Sieger aus: einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr Nesselröden. Beim Spielen im Jugendraum der Feuerwehr stärken sie den Gemeinschaftssinn – auch das ist wichtig für die kommenden Wettbewerbe.

Nesselröden. Die Vitrine ist mit Pokalen prall gefüllt. Die Liste der Erfolge liest sich wie die Erfolgsliste des FC Bayern München; zweite Plätze sind eine Rarität. Bei der Jugendfeuerwehr in Nesselröden lief es in den vergangenen beiden Jahren wie am Schnürchen. Sechs von acht Wettbewerben gewann der Nachwuchs.

2017 siegten die Schützlinge von Jugendfeuerwehrwart Thomas Burgheim beim Jugendfeuerwehr-Wettbewerb der Gemeinden in Röhrda und in Altefeld. Bei den Stadtmeisterschaften in Sontra schrammten sie knapp am Sieg vorbei, um sich aber im Mai dieses Jahres in Blankenbach doch noch die Krone aufzusetzen. Zwei Wochen später bestätigen sie ihre gute Form beim Bundeswettbewerb in Renda, Platz 1. Nach Platz 2 beim Jugendfeuerwehr-Wettbewerb der Gemeinde in Netra triumphierten die Jugendlichen aus dem Herleshäuser Ortsteil beim Gemeindejugendfeuerwehr-Wettbewerb in Markershausen und beim Waldlauf in Breitau. Insgesamt konnten sieben der 39 Waldläufe seit 1979 gewonnen werden.

Was macht die Jugendfeuerwehr aus dem 341-Einwohner-Ortsteil so stark? Was ist ihr Erfolgsrezept? „Es hat bei uns schon immer Betreuer gegeben, die es reißen“, sagt Stefan Rimbach, der als langjähriger Vorsitzender und Jugendwart weiß, wovon er spricht. „Die Qualität und die eigene Motivation muss bei der Betreuung stimmen.“ Dank der notwendigen Kontinuität der Führungskräfte werde die Autorität weniger in Frage gestellt, somit stellten sich auf Dauer Erfolge ein.

Die besten Beispiele sind Rimbachs Meinung nach zwei benachbarte Nachwuchswehren: „Erich Biehl in Renda und Dirk Rüppel mit Carsten Schweitzer in Breitau haben über Jahrzehnte den Nachwuchs an die Einsatzabteilung herangeführt.“ Aber auch Thomas Burgheim ist ein Paradebeispiel. 1987 ist er der Jugendfeuerwehr beigetreten, 1994 wurde er stellvertretender Jugendwart, seit 2008 fungiert der mittlerweile 43-Jährige als Jugendwart. Unterstützt wird er dabei seit 2010 von Armin Fischer. Beide wollen den Jugendlichen etwas Nachhaltiges beibringen, Abwechslung wird bei den beiden großgeschrieben.

Seit rund einem Jahr stimmen auch die Rahmenbedingungen für die Jugendfeuerwehr in Nesselröden. Mit dem ehemaligen Bürgermeister Burkhard Scheld wurde vereinbart, dass die Jugendfeuerwehr den Jugendraum nutzen kann. Zuvor war das „Zuhause“ der Jugendlichen das Dorfgemeinschaftshaus sowie das Feuerwehrgerätehaus. Nicht optimal.

Das freute den amtierten Vorsitzenden Marco Schlägel: „Das war wichtig. So können wir weiter erfolgreich Nachwuchsarbeit machen.“

Von Marvin Heinz

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