SG Herleshausen/Nesselröden feiert 50. Geburtstag: Grünes Licht nach Abstimmung am 6. September 1963

Klares Votum - Sieg der Vernunft

Aufstieg im Jubiläumsjahr 1983: Zum 20 jährigen Bestehen feierte die SG den Titel der A 6 mit den Spielern (stehend v.l.) Willi Burgheim, Hans Rauschenberg, Volker Hahn, Günter Pippinger, Wieland Handke, Norbert Handke, Gerhard Biehl, Erhard Berleth, Trainer Gerhard Beck, Hartmut Reinemann sowie vorne v.l. mit Bernd Biehl, Peter Rimbach, Lothar Reich, Erhard Ebeling, Detlef Srba, Karl-Wilhelm Sinn, Hellfried Reinemann, Achim Wilutzky und (liegend) Volker Biehl. Foto: privat

Herleshausen. Der Mangel an Arbeitsplätzen, der daraus resultierende Wegzug vieler Menschen und die allgemeine Perspektivlosigkeit im Südringgau waren Gründe, die die Personaldecken bei den Fußballern vom TSV Herleshausen und der SG Nesselröden/Wommen ausdünnten. Deshalb siegte nach einer Unterschriftenaktion bei der außerordentlichen Versasmmlung am 6. Sepember 1963 die Vernunft. 31 von 38 Mitgliedern votierten für die neue SG, das klare Votum gab grünes Licht für den Zusammenschluss.

Mit dieser Fusion begann ein Kapitel, das 50 Jahre gehalten und den Fußball erhalten hat. Schon wenige Tage nach dem Beschluss haben Harald Biehl, Kurt Rauschenberg und Kurt Walter (TSV Herleshausen), Günter Adam, Christian Hohmann und Gerhard Warnke (TSV Brandenfels Nesselröden) sowie Ernst Biehl, Ernst Buchenau und Wilhelm Nölker (Teutonia Wommen) die SG Südringgau gegründet.

„Friedhelm Rimbach verdient große Anerkennung und Respekt“

Achim Wilutzky

Als sich Ende dieses Jahrzehnts der Verein in Wommen auflöste, war die SG nur noch ein Zwilling, der vom Namen her 1980 eine Veränderung erfuhr. Die beiden Vereine schlossen einen neuen Vertrag, auch mit dem Inhalt, dass die SG in Herleshausen/Nesselröden umgetauft wurde. Exakt zum 20-jährigen Bestehen konnte 1983 die Meisterschaft der damaligen A-Klasse, Gruppe 6, verbunden mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse (heute Gruppenliga) bejubelt werden.

„Leider mussten wir aber fünf Jahre später, just im echten Jubiläumsjahr, 25 Jahre SG, den Abstieg beklagen“, erinnert sich Friedhelm Rimbach. Schon deshalb besonders genau, weil er in diesem Jahr die Fußballabteilung übernommen hat und, man höre und staune, bis heute noch an der Spitze steht. Der Chronik von Achim Wilutzky ist zu entnehmen: „Friedhelm ist schon so lange im Amt, wie seine zehn Vorgänger. Seine Arbeit als Betreuer der ersten Mannschaft, die erfüllt er seit 30 Jahren gewissenhaft und gleichermaßen engagiert. In der Tat, unser Frieder verdient große Anerkennung.“

Für die fachkompetente Nachwuchsarbeit stehen stellvertretend für viele SG-Trainer zwei Namen: Gerhard Biehl und Burkhard Gonnermann. Beide formten viele junge Spieler, die den Weg in die erste Mannschaft gefunden haben, oder sie wurden zu höherem berufen, wie die Söhne von Burkhard Gonnermann.

Neben seiner Tätigkeit als Jugendtrainer, übernahm Burkhard Gonnermann, der selbst ein begnadeter Fußballer war, mehrere Jahre die Verantwortung für die erste Mannschaft, auch als Interimstrainer half er aus.

Im Jubiläumsjahr steht, wie bereits erwähnt, Friedhelm Rimbach als Vorsitzender an der Abteilungsspitze, Rainer Rimbach, der seit 1996 in Amt ist, führt die Kassengeschäfte, Burkhard Gonnermann ist Jugendleiter, Peter Böhm seit vielen Jahren Schriftführer, und Gerhard Biehl (Herleshausen) sowie Wolfgang Warnke (Nesselröden) sind wichtige Eckpfeiler in der Fußballabteilung. Der amtierende Vorsitzende des TSV Nesselröden, Hartmut Reinemann, muss ebenfalls in die Reihe der verdienstvollen Vorstandsmitglieder eingereiht werden. Er war von 1971 bis 1996 über 25 Jahre Kassenwart.

Diese Fakten werden den Festgästen am 8. Juni beim Kommers zum Doppeljubiläum in der Mehrzweckhalle Herleshausen vermittelt.

Von Harald Triller

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